Initiative zur Bündelung von Informationen und Austausch
Die Initiative bündelt Informationen und fördert den Austausch, um Alternativen für die fehlenden Saisonarbeitskräfte zu finden. Angesichts der geschlossenen Grenzen sei es notwendig, schnell Lösungen zu entwickeln.
„Wir ziehen alle an einem Strang, um der regionalen Landwirtschaft zu helfen, aber auch Menschen, die jetzt in anderen Wirtschaftszweigen und Branchen unfreiwillig zur Untätigkeit gezwungen sind.“
Über Internet-Plattformen und regionale Kontaktstellen sollen Arbeitssuchende, Kurzarbeiter und Studenten mit Betrieben zusammengebracht werden, die Arbeitskräfte benötigen. Die Initiative wird von verschiedenen Organisationen unterstützt, darunter der Verband der Bayerischen Wirtschaft, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, der Hotel- und Gaststättenverband, der Bayerische Bauernverband und die Maschinenringe.
Hoher Bedarf in verschiedenen Anbaugebieten
In den kommenden Wochen besteht zunächst bei den Spargelbauern ein dringender Bedarf an helfenden Händen. Anschließend werden Kräfte im Obst- und Gemüseanbau für Sä- und Pflanzarbeiten benötigt. Auch Hopfenbauern und Winzer sind auf Unterstützung angewiesen. Ab Mai wird ein hoher Arbeitskräftebedarf bei Erdbeeren und Gurken erwartet, gefolgt von der Steinobsternte im Juni. Es wird geschätzt, dass in dieser Saison rund 40.000 Arbeitskräfte aus dem Ausland in Bayern fehlen werden.
Erleichterungen und weitere Prüfungen
Das Bundeskabinett hat am 23. März Erleichterungen beschlossen. Empfänger von Kurzarbeitergeld können bis Oktober ein zusätzliches Einkommen bis zur Höhe ihres eigentlichen Nettolohns beziehen. Zudem wurde die Hinzuverdienstgrenze für Vorruheständler angehoben. Die Ministerin prüft derzeit, inwieweit der Einsatz als Betriebshelfer in der Landwirtschaft für Agrarstudenten als Praktikum anerkannt werden kann.
