Pflanzen und Pflanzenteile

Hydrokultur: Zimmerpflanzen mit geringem Pflegeaufwand

Hydrokultur ermöglicht Zimmerpflanzen ohne Erde: Blähton, Wasser und Nährstoffe versorgen die Wurzeln zuverlässig und sorgen für gesundes Wachstum bei vergleichsweise geringem Pflegeaufwand.

Zimmerpflanzen wachsen auch ohne Erde gesund und pflegeleicht

Lebende Pflanzen gewinnen in Wohnräumen und Büros zunehmend an Bedeutung. Sie verbessern das Raumklima, steigern das Wohlbefinden und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Eine besonders pflegeleichte Methode für Zimmerpflanzen ist die Hydrokultur, bei der Pflanzen nicht in Erde, sondern in einem mineralischen Substrat wachsen.

Der Begriff Hydrokultur bedeutet wörtlich „Wasser-Anzucht“. Pflanzen werden dabei über Wasser und Nährstoffe versorgt, die den Wurzeln direkt zur Verfügung stehen. Dadurch lassen sich längere Gießintervalle realisieren, da das Wasser im System gespeichert wird und den Pflanzen kontinuierlich zur Verfügung steht.

Versorgung über Wasser und Nährstoffe

Für gesundes Wachstum benötigen Pflanzen Licht, Luft, Wärme, Wasser und Nährstoffe. In der Hydrokultur übernimmt das Gießwasser die Aufgabe, die Nährstoffe zu lösen und zu den Wurzeln zu transportieren. Diese werden dem Wasser über geeignete Flüssigdünger oder alternativ über Langzeitdünger zugesetzt.

Wichtig ist dabei, die Dosierungsangaben der Hersteller zu beachten. Ein Wasserstandsanzeiger im Pflanzgefäß zeigt an, wann erneut gegossen werden muss. Ist vom roten Stäbchen im transparenten Röhrchen kaum noch etwas sichtbar, sollte wieder Wasser nachgefüllt werden.

Zum Gießen eignet sich in der Regel normales Leitungswasser. Alternativ können Systeme mit integrierter Langzeitbewässerung eingesetzt werden, die den Pflegeaufwand zusätzlich reduzieren.

Blähton als stabiles Substrat

Statt Erde wird in der Hydrokultur meist Blähton verwendet. Das mineralische Substrat stabilisiert die Pflanze im Kulturtopf und sorgt gleichzeitig für eine gute Durchlüftung der Wurzeln.

Darüber hinaus kann Blähton das Raumklima positiv beeinflussen. Über seine große Oberfläche verdunstet Wasser, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen erhöhen kann.

Hygienische Lösung für Innenräume

Ein weiterer Vorteil der Hydrokultur ist ihre hygienische Eigenschaft. Blähton ist ein natürliches, strukturstabiles Material und enthält keine organischen Bestandteile. Dadurch bietet es keinen Nährboden für Schimmelpilze oder deren Sporen.

Aus diesem Grund eignet sich Hydrokultur auch für hygienisch sensible Bereiche wie Arztpraxen, Krankenhäuser oder Seniorenresidenzen. Gleichzeitig reduziert das System den Pflegeaufwand und erleichtert die professionelle Begrünung von Innenräumen.

Gut versorgte Pflanzen sorgen nicht nur für ein attraktives Erscheinungsbild, sondern tragen auch zu einem angenehmen Raumklima bei – sowohl im privaten Wohnbereich als auch in Arbeitsumgebungen.

28.01.2024

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