Branchenverbände

Grüne Woche: Unverzichtbare Plattform für den deutschen Gartenbau

Die Grüne Woche dient dem Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) als wichtige Plattform, um politische Entscheidungsträger über aktuelle Themen und Rahmenbedingungen der Branche zu informieren. Der Austausch mit der Politik ist für den deutschen Gartenbau unverzichtbar.

ZVG auf der Grünen Woche: Austausch mit der Politik

Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) nutzte die Internationale Grüne Woche in Berlin, um politische Entscheidungsträger über aktuelle Themen des Gartenbaus zu informieren und die politischen Rahmenbedingungen der Branche zu erörtern. Die Veranstaltung diente als wichtige Plattform für den Austausch mit der Politik.

Die Politik hat sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand gegeben und sich sehr interessiert an den gärtnerischen Themen gezeigt. Die IGW ist als Kommunikationsplattform für den deutschen Gartenbau unverzichtbar.

Der ZVG hob die Bedeutung gärtnerischer Produkte für eine gesunde und ausgewogene Ernährung hervor. Am ZVG-Stand informierten Gemüse- und Speisepilzproduzenten über regionale und saisonale Ernährung mit Produkten aus Deutschland.

Düngeverordnung und Pflanzenschutz im Fokus

Ein zentrales Diskussionsthema war die geplante Novellierung der Düngeverordnung. Der ZVG äußerte Bedenken hinsichtlich der Ausgestaltung der Verordnung, insbesondere im Hinblick auf die Belastung kleiner Betriebe durch Bürokratie. Die geplanten Regelungen zur Ausbringung von Champignonsubstrat wurden als umweltpolitisch kontraproduktiv bewertet. Diese Punkte wurden den Fachministern der Bundesländer für die anstehende Bundesratssitzung mitgeteilt.

Im Bereich Pflanzenschutz forderte der ZVG zeitnahe Fortschritte bei der europäischen Harmonisierung und eine Rückkehr zu einer sachorientierten, wissenschaftlich fundierten Diskussion. Eine Nutzung des Pflanzenschutzes für ideologische Stimmungsmache gehe zulasten der gärtnerischen Betriebe und der Verbraucher.

Fachkräftemangel und Ausbildungskonzepte

Der deutsche Gartenbau festigt seine Position als größter Ausbilder in der Agrarbranche mit knapp 5.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Dennoch fehlt es vielen Betrieben bereits heute an Fachkräften. Der ZVG stellte Jugendlichen in verschiedenen Aktionen den Berufsstand und die Ausbildungsmöglichkeiten im Gartenbau vor. Die Imagekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen“ wirbt seit mehreren Jahren für eine Ausbildung in diesem Sektor.

Politiker erkundigten sich zudem nach der Einschätzung des ZVG zur aktuellen Flüchtlingssituation. Der ZVG positionierte sich dahingehend, Potenziale zu nutzen und die Betriebe entsprechend vorzubereiten. Bereits vor zwei Jahren entwickelte der ZVG das Ausbildungskonzept „Gärtner 1+3“ für Jugendliche mit Förderbedarf und junge Menschen mit Migrationshintergrund. Dieses Konzept zielt auf eine praxisorientierte und ganzheitliche Ausbildung durch eine betriebliche Ausbildung und ein Jahr Ausbildungsvorbereitung ab. Es gehe einen Schritt weiter als die derzeit gesetzlich geltende assistierte Ausbildung.

Imagekampagne für Blumen und Pflanzen

Der Imagefilm der Kommunikationskampagne Blumen und Pflanzen – „Natürlich schöne Augenblicke“ – löste bei den Politikern positive Reaktionen aus. Der ZVG erinnerte damit an die emotionale Botschaft von Blumen und Pflanzen. Als Reaktion auf die sinkende Wertschätzung von Blumen und Pflanzen, insbesondere bei jüngeren Menschen, initiierte der ZVG diese Imagekampagne, die von der gesamten Wertschöpfungskette getragen wird.

28.01.2016

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