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Gute Vorsätze: Junge Menschen setzen sich häufiger Ziele

Junge Menschen setzen sich häufiger gute Vorsätze für das neue Jahr. Eine Umfrage zeigt, dass besonders die 14- bis 29-Jährigen Ziele wie weniger Stress und mehr Zeit für Familie formulieren. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung dieser Vorsätze ab.

Ziele und Motivationen der Altersgruppen

Weniger Stress, mehr Zeit für Familie und Freunde sowie klimafreundliches Verhalten gehören zu den häufigsten guten Vorsätzen für das neue Jahr. Besonders in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sind diese Ziele verbreitet.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt, dass jeder Zweite dieser Altersgruppe bewusst Ziele für das kommende Jahr formuliert. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung guter Vorsätze ab: Lediglich 37 Prozent der 30- bis 44-Jährigen und nur ein Drittel der Älteren fassen solche Vorhaben. Die Corona-Pandemie beeinflusste die Umsetzung der Vorsätze, da es rund der Hälfte der Befragten schwerer fiel, ihre Ziele in Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen zu realisieren.

Beliebteste Vorsätze für 2022

Für 2022 stehen in allen Altersgruppen mehr Zeit für Familie und Freundeskreis sowie Stressabbau mit jeweils 64 Prozent an erster Stelle. 60 Prozent der Befragten möchten sich zudem umwelt- oder klimafreundlicher verhalten. An vierter Stelle folgt der Vorsatz, sich mehr zu bewegen oder Sport zu treiben (59 Prozent).

Bei den 14- bis 29-Jährigen ist der Wunsch nach mehr Zeit mit Familie und Freunden mit 81 Prozent besonders ausgeprägt. Auch weniger Stress und mehr Umwelt- und Klimaschutz sind in dieser Gruppe mit jeweils 69 Prozent hoch im Kurs. Die 30- bis 44-Jährigen legen ebenfalls Wert auf mehr Zeit für Familie und Freundeskreis (73 Prozent). Für die 45- bis 59-Jährigen ist Stressabbau mit 68 Prozent besonders wichtig. Bei den über 60-Jährigen ist umwelt- beziehungsweise klimafreundliches Verhalten mit 55 Prozent der meistgenannte Vorsatz.

Wunsch nach weniger digitaler Nutzung und geschlechtsspezifische Unterschiede

Der Wunsch nach reduzierter Handy- oder Computernutzung steigt seit fünf Jahren kontinuierlich an. 30 Prozent der Befragten, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, nehmen sich vor, weniger online zu sein. Im Jahr 2017 lag dieser Wert noch bei 18 Prozent. Dieser Trend ist über alle Altersgruppen hinweg zu beobachten, besonders stark jedoch bei den 30- bis 44-Jährigen (plus 12 Prozentpunkte) und den 14- bis 29-Jährigen (plus vier Prozentpunkte).

Das Thema Alkoholkonsum betrifft vor allem Männer: 20 Prozent von ihnen haben den Vorsatz, 2022 weniger Alkohol zu trinken, im Vergleich zu 12 Prozent der Frauen. Frauen wünschen sich hingegen häufiger mehr Zeit für sich selbst (57 Prozent), während dies bei Männern 49 Prozent angeben.

Umsetzung und Motivation

Im Jahr 2021 gelang es der Hälfte aller Befragten, ihre gesteckten Ziele länger als drei Monate durchzuhalten; weitere 21 Prozent hielten zwei bis drei Monate durch. Rund 50 Prozent empfanden die Umsetzung ihrer Vorhaben in der Corona-Pandemie als schwieriger. Für 28 Prozent hatten Lockdown und Kontaktbeschränkungen keinen Einfluss, während nur 22 Prozent angaben, dass es ihnen leichter fiel als in den Vorjahren. Die Zahl derer, die sich überhaupt Vorsätze für das neue Jahr nehmen, ist gesunken: Für 2020 waren es noch 43 Prozent, für das laufende Jahr 36 Prozent.

Junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren legen überdurchschnittlich viel Wert darauf, sich Ziele für das neue Jahr zu setzen. Fast die Hälfte dieser Altersgruppe gab an, gute Vorsätze für das laufende Jahr zu haben. Bei den über 60-Jährigen setzen sich nur 30 Prozent Ziele.

Die häufigste Motivation (67 Prozent) für ein gesünderes Leben ist das persönliche Empfinden, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Für jeden Zweiten sind eine akute Erkrankung oder die Aufforderung eines Arztes der Grund. 40 Prozent werden durch den Partner motiviert, und mehr als jeder Vierte (29 Prozent) sieht Angebote der Krankenkasse als hilfreich an.

Gute Vorsätze für 2022 im Überblick:

  • Stress vermeiden oder abbauen (64 Prozent)
  • Mehr Zeit für Familie/Freunde (64 Prozent)
  • Umwelt- bzw. klimafreundlicher verhalten (60 Prozent)
  • Mehr bewegen/Sport (59 Prozent)
  • Mehr Zeit für mich selbst (53 Prozent)
  • Gesünder ernähren (50 Prozent)
  • Abnehmen (34 Prozent)
  • Weniger Handy, Computer, Internet (30 Prozent)
  • Sparsamer sein (29 Prozent)
  • Weniger fernsehen (20 Prozent)
  • Weniger Alkohol trinken (16 Prozent)
  • Rauchen aufgeben (10 Prozent)

Die repräsentative Bevölkerungsumfrage wurde vom 9. bis 11. November 2021 von Forsa mit 1.005 Befragten durchgeführt.

27.12.2021

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