Erfassungsmethoden und Ergebnisse der Wildtiererfassung
Die Erfassung der Feldhasenbestände erfolgt unter wissenschaftlicher Betreuung des WildTierKatasters. Dabei fahren die Zähler in den Herbst- und Frühlingsmonaten nachts festgelegte Strecken ab. Mithilfe von Scheinwerfern werden die im Lichtkegel auftauchenden Hasen protokolliert. Diese Scheinwerferzählungen liefern wichtige Daten zur Erforschung der Feldhasenpopulation.
Entwicklung der Bestände im Detail
Obwohl das Jahr 2009 für die Hasenpopulation zunächst ungünstig begann, da in den Vorjahren viele Junghasen aufgrund nässebedingter Unterkühlung starben, konnte im Herbst 2009 ein Anstieg von über 30 Prozent im Landesdurchschnitt festgestellt werden.
Das lässt uns hoffen, dass auch in diesem Frühjahr trotz des langen Winters wieder mit einer Zunahme der Feldhasen zu rechnen ist.
Dies erklärte Dr. Daniel Hoffmann vom WildTierKataster Schleswig-Holstein. Für Feldhasen und ihren Nachwuchs sind trockene Kälte und Schnee vorteilhafter als Nässe. Da die Junghasen ohne den Schutz eines Nestes oder einer Höhle in der Feldflur liegen, sind sie den Witterungsbedingungen direkt ausgesetzt. Anhaltender Regen kann dazu führen, dass die Jungen durchnässen, ihre Körperwärme nicht halten können und infolgedessen unterkühlen und sterben.
Trotz eines anfänglich niedrigen Wertes von etwa 16 Hasen pro 100 Hektar im Frühjahr 2009, der bis zum Herbst auf 20 Hasen anstieg, lag die erreichte Feldhasendichte in Schleswig-Holstein deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 13 Hasen pro 100 Hektar im Herbst 2009.
Wichtige Hinweise für Spaziergänger
Angesichts der aktuellen Brutzeit der Feldhasen appelliert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V., an Spaziergänger:
Da die Feldhasen aber gerade Junge haben, sollten die Spaziergänger vorsichtig sein und ihre Hunde möglichst an der Leine führen, damit die kleinen Hasen nicht unnötig gestört werden.
