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„Heideniere“ zur Kartoffel des Jahres 2015 gekürt

Die „Heideniere“, eine tiefgelbe und festkochende Kartoffelsorte aus Niedersachsen, wurde zur Kartoffel des Jahres 2015 ernannt. Ihre Züchtung erfolgte vor 60 Jahren durch Kartoffelbauern aus Soltau. Die Bekanntgabe erfolgte auf der BIOFACH in Nürnberg.

Besondere Merkmale der „Heideniere“

Die „Heideniere“ ist eine tiefgelbe, festkochende Kartoffelsorte aus Niedersachsen, die sich durch ihren Geschmack auszeichnet. Ihre Züchtung erfolgte vor 60 Jahren durch Kartoffelbauern aus Soltau. Ihren Namen verdankt sie ihrer nierenförmigen Gestalt, die bei Kartoffeln selten ist.

Nach 14 Jahren Zuchtarbeit wurde 1953 ein Zulassungsantrag gestellt, in dem die Züchter die Sorte als Salat- und Delikatesskartoffel für Hotelbetriebe priesen. Trotz dieser Eigenschaften gestaltete sich die Vermarktung der „Heideniere“ als schwierig, wie Wilfried Stegmann, Mitglied des Arbeitskreises „Kartoffel des Jahres“, erläutert. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte der Bedarf an Kartoffeln mit hohem Massenertrag als Sättigungsbeilage, wodurch Spezialsorten wie Delikatess- und Salatkartoffeln an Bedeutung verloren.

Die Heideniere war wohl der letzte Versuch, eine ausgesprochene Salatkartoffel in Deutschland zu züchten.

So geriet die „Heideniere“ in Vergessenheit, blieb jedoch in ostdeutschen Genbanken erhalten. Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (V.E.R.N.) belebte die Sorte wieder. Im Anbau zeigte sich ihre Robustheit gegenüber Knollenfäule und ihr Geschmack. Dies führte dazu, dass die „Heideniere“ auf die Vorauswahlliste zur „Kartoffel des Jahres“ 2015 gelangte und die meisten Stimmen des zehnköpfigen Gremiums erhielt.

Seit 2011 ist die „Heideniere“ als lizenzfreie Erhaltungssorte zugelassen und darf als Saatkartoffel gehandelt werden.

16.02.2015

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