Hintergründe der Kostenentwicklung und notwendige Preisanpassungen
Die kumulierten Kostensteigerungen haben inzwischen einen zweistelligen Prozentbereich erreicht. Dies macht spürbare Preisanpassungen unausweichlich. Auch im laufenden Jahr halten die Kostensteigerungen an. Insbesondere energiekostenbedingte Preiserhöhungen bei Düngern und Zuschlagstoffen wie Rinden und Holzfasern belasten die Produktionsbetriebe. Ähnlich verhält es sich mit Verpackungsmaterialien und Transportkosten, wobei eine zunehmende Frachtraumverknappung zusätzlich preistreibend wirkt.
Die Rohstoffgewinnung in Deutschland und dem Baltikum ist ebenfalls von hohen Energiekosten betroffen, was zu einer drastischen Verteuerung führt. Die für deutsche Erden- und Substratproduzenten wichtigen Importe aus dem Baltikum verteuern sich zusätzlich durch zweistellige Lohnsteigerungen in den letzten zwölf Monaten. Die Torfimporte sind zudem von exorbitanten Transportkostensteigerungen betroffen.
Für Anfang 2007 werden weitere Frachtkostenerhöhungen erwartet, bedingt durch die Anhebung der LKW-Maut und neue gesetzliche Vorgaben zu Lenkzeitvorschriften. Auch das vom Deutschen Bundestag verabschiedete „Biokraftstoffquotengesetz“, das einen stärkeren Einsatz von Biokraftstoffen vorsieht, wird sich voraussichtlich kostentreibend auswirken.