Pflanzen und Pflanzenteile

Die Nordmanntanne: Eigenschaften und Verwendung

Die Nordmanntanne ist eine beliebte Nadelbaumart, die sich durch Robustheit und weiche Nadeln auszeichnet. Sie wird im Dezember in den Hohenheimer Gärten vorgestellt und spielt eine zentrale Rolle als Weihnachtsbaum.

Die Nordmanntanne in den Hohenheimer Gärten

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist eine der bekanntesten Nadelbaumarten und wird im Dezember in den Hohenheimer Gärten vorgestellt. Ihre Robustheit, das immergrüne Erscheinungsbild und die weichen Nadeln tragen zu ihrer Beliebtheit bei, insbesondere als Weihnachtsbaum.

In der kalten Jahreszeit rücken immergrüne Pflanzen stärker in den Fokus. Nadelbäume und ihre Zweige werden traditionell für Weihnachtsdekorationen wie Adventskränze verwendet, wobei die Nordmanntanne hierbei eine zentrale Rolle spielt.

Herkunft und botanische Merkmale

Die Art gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Ihre Erstbeschreibung erfolgte durch den russischen Botaniker Christian von Steven, der sie nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann benannte. Später wurde die Beschreibung durch den französischen Botaniker Edouard Spach überarbeitet.

Die Nordmanntanne ist in den Gebirgsregionen des westlichen Kaukasus und der östlichen Schwarzmeer-Region beheimatet. Dort wächst sie in Höhenlagen zwischen 1.400 und 2.100 Metern über dem Meeresspiegel, bevorzugt auf tiefen, frischen Böden. Sie zeigt eine gute Toleranz gegenüber Schatten, Trockenheit und Frost bis zu -25 °C.

Wuchsform und Nadeln

Als immergrüner, geradstämmiger Nadelbaum kann die Nordmanntanne eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen und ein Alter von bis zu 700 Jahren. Sie entwickelt ein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem, was sie sturmfest macht. Die Krone wächst pyramidenförmig.

Die Nadeln sind bis zu 3 cm lang, auf der Unterseite hellgrün mit zwei weißlichen Spaltöffnungsreihen und auf der Oberseite glänzend dunkelgrün. Sie verbleiben bis zu sieben Jahre am Baum.

Zapfenbildung und Samen

Die männlichen Blütenzapfen sind rot oder rötlich-braun und eher klein; sie bilden sich meist im unteren Teil der Krone. Die weiblichen Zapfen sind groß und stehen aufrecht im oberen Drittel der Krone. Nach der Reife im Herbst fallen Samen und Zapfenschuppen zu Boden, während nur die Zapfenspindel am Baum verbleibt. Das Tausendkorngewicht der Samen beträgt etwa 54 g.

Verwendung der Nordmanntanne

Das helle, weiche Holz der Nordmanntanne findet Anwendung im Flugzeugbau und bei der Herstellung von Musikinstrumenten. Es wird zudem für die Zellstoffgewinnung und in der Papierherstellung genutzt. In Parks und Gärten wird die Nordmanntanne als Ziergehölz gepflanzt.

In Mitteleuropa wird die Nordmanntanne großflächig angebaut. In Deutschland werden jährlich über 29 Millionen Nordmanntannen zur Weihnachtszeit verkauft, was etwa 80 % aller verkauften Weihnachtsbäume ausmacht.

Unterschied zwischen Tanne und Fichte

Bei der Auswahl eines Weihnachtsbaums ist die Unterscheidung zwischen Tanne und Fichte relevant. Tannen haben Nadeln mit zwei weißen Streifen auf der Unterseite und stumpfen Enden. Fichten hingegen besitzen spitze Nadeln. Eine gängige Merkhilfe lautet: „Fichte sticht, Tanne nicht.“

09.12.2024

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