Die Kürbissaison in Zahlen und Fakten
Im Oktober erreicht der Kürbis seine Hochsaison. Im vergangenen Jahr bauten laut Statistischem Bundesamt 2.004 Betriebe auf rund 4.820 Hektar Speisekürbisse an. Dies entspricht einer Fläche von etwa 6.800 Fußballfeldern. Die Gesamternte belief sich auf 92.663 Tonnen Kürbis. Dies war ein Rückgang um 6,5 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2021, jedoch weiterhin eine Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Die größten Mengen stammten aus Nordrhein-Westfalen mit rund 21.000 Tonnen und Rheinland-Pfalz mit etwa 20.200 Tonnen. Bekannte Speisekürbissorten umfassen Hokkaido, Butternut, Muskat und Spaghetti-Kürbis.
Es existieren mehrere Hundert Kürbissorten, von kleinen, nicht essbaren Zierkürbissen mit 50 Gramm bis hin zu Exemplaren von über 900 Kilogramm. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) weist darauf hin, dass Kürbisse bis zu 90 Prozent Wasser enthalten. Sie liefern Carotinoide (Beta-Carotin), die als Antioxidantien wirken und Zellen schützen können. Wichtige Mineralien wie Kalium unterstützen den Flüssigkeitshaushalt. Zudem enthalten Kürbisse Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Das Kürbisfleisch enthält geringe Mengen an Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, B-Vitaminen sowie den Vitaminen E und C.
Kürbissorten und ihre Verwendung
Der Hokkaido-Kürbis zeichnet sich durch seine zarte, essbare Schale und einen kastanienartigen Geschmack aus. Er muss nicht geschält werden und eignet sich für herzhafte Gerichte. Der Butternut-Kürbis wird häufig für süße Zubereitungen verwendet und kann nach dem Vorkochen im Backofen zu Waffelteig verarbeitet werden. Eine alternative Kaffeezubereitung ist der "Pumpkin Spice Latte", der aus püriertem und gewürztem Hokkaido-Kürbisfleisch hergestellt wird.
Es ist ratsam, Speisekürbisse vor dem Verzehr roh zu probieren. Ein bitterer Geschmack deutet darauf hin, dass der Kürbis ungenießbar ist und entsorgt werden muss.
Eigenanbau im Garten
Wer den Anbau von Kürbissen selbst versuchen möchte, kann im Frühjahr mit der Vorzucht beginnen. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) empfiehlt, Kürbisse ab Ende April vorzuziehen und nach den Eisheiligen im Mai ins Beet zu pflanzen. Eine Direktsaat ins Beet ist ebenfalls ab Mai möglich. Je nach Sorte benötigt eine Kürbispflanze ein bis drei Quadratmeter Platz an einem vollsonnigen Standort. Anschließend ist auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und Düngung zu achten.
Die Ernte erfolgt, wenn der Kürbisstiel eintrocknet und sich feine Risse am Ansatz zeigen. Ein gut ausgereifter Kürbis lässt sich länger lagern.
