Potenziale im Gartenbau am Niederrhein

Der Gartenbau am Niederrhein steht vor Herausforderungen wie Marktsättigung und Preisverfall. Dennoch zeigen Betriebsbesichtigungen großes Potenzial durch Spezialisierung und Energieeffizienz. Neue Forschungsprojekte bieten vielversprechende Ansätze für die Zukunft der Branche.

Anpassungen und externe Einflüsse im Gartenbau

Ein Beispiel für eine erfolgreiche betriebswirtschaftliche Reaktion auf die Marktsituation ist der Betrieb Dercks in Kempen-St. Hubert. Dieser hat sich durch Spezialsortimente von Tulpen sowie Beet- und Balkonpflanzen mehrere Standbeine aufgebaut. Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Rheinland e.V., hob hervor, wie präzise die Planungen für die Betriebe sein müssen.

Unvorhergesehene Ereignisse, wie ein Bahnstreik, können diese Planungen erheblich beeinflussen. Ein solcher Streik führte zu einem plötzlichen Anstieg des Bedarfs an LKW-Transporten, was die Verfügbarkeit verknappte und die Transportpreise erhöhte. Die Relevanz des Faktors Energie für die betriebswirtschaftliche Kalkulation wurde beim Besuch der Gärtnerei Weirich in Straelen ersichtlich.

Energieeffizienz und Forschung im Unterglas-Gartenbau

Die Gärtnerei Weirich investierte im Rahmen des 2013 ausgelaufenen Bundesprogramms zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau in ein 12.000 Quadratmeter großes Niedrigenergiegewächshaus. Im Demonstrationsgewächshaus in Straelen informierte sich Fleischer gemeinsam mit Eva Kähler-Theuerkauf, Christina Schulze-Föcking, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in NRW, und weiteren Landespolitikern über den Stand des nachhaltigen Schädlings- und Krankheitsmanagements.

Dieses Management ist Teil des deutsch-niederländischen Forschungsprojektes „Gezonde Kas“, dessen Ergebnisse für die Produktion von Zierpflanzen und Gemüse unter Glas als vielversprechend gelten. Eine Weiterentwicklung für die Anwendung im Freiland wäre wünschenswert, jedoch steht aktuell die Kommunikation der bestehenden Ergebnisse in die Praxis im Vordergrund.

Die Herausforderungen für den Gartenbau sind vielfältig. In den gärtnerischen Betrieben steckt aber großes Potenzial.

Weitere Informationen:

Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)

Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 200065-0
Fax: +49 30 200065-27

E-Mail:
Web:

Weitere News dieser Kategorie