Innovationen bei Materialien und biologischer Abbaubarkeit
Pflanzen werden zunehmend in neuen Materialien, Formen und Verpackungen präsentiert. Diese Entwicklungen sollen zum Ausprobieren anregen. Dabei werden sowohl etablierte Werkstoffe wiederverwendet als auch gartenfremde Materialien integriert. Die Gestaltung orientiert sich an bekannten Verpackungen aus anderen Branchen, um insbesondere Gartenanfänger und jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Die Bandbreite der verwendeten Materialien ist vielfältig. Sie reicht von umstrickten Pflanzentöpfen über Gewächshäuser aus Legosteinen bis hin zu Pflanzentöpfen aus Beton. Ein weiterer Fokus liegt auf der Wiederverwertung. Produkte wie die Islands von Woolly Pocket ermöglichen das Ausdünsten überschüssiger Feuchtigkeit und eine natürliche Belüftung der Erde. Eine integrierte Feuchtigkeitsbarriere schützt Möbel vor Wasserschäden.
Neben der Wiederverwendung bereits genutzter Materialien wird auch die biologische Abbaubarkeit von Beginn an berücksichtigt. Der Strata Pot, entworfen von Kazuyo Shimada von Dessence, besteht aus Sand und Biomasse. Er ermöglicht das Heranziehen einer Pflanze im Innenbereich und das spätere Einpflanzen in die natürliche Umgebung, wobei sich der Topf biologisch abbaut. Dadurch wird die Wohnung temporär zum Gewächshaus.
Konzepte, die Gartenneulinge begeistern
Attraktive Verpackungen und eine einfache Handhabung sind entscheidend für die Akzeptanz von Produkten, insbesondere bei Einsteigern. Der Wandkübel Opot des Kreativstudios Yonoh lässt sich ausrollen, falten und mittels zweier Ösen schnell an der Wand befestigen. Anschließend kann die Pflanze eingesetzt werden.
Das Konzept des Wiener Blumenladens Wildwuchs, genannt „Grow To Go“, verbindet Elemente einer Gärtnerei mit denen eines Fast-Food-Restaurants. Kunden wählen Erde, Samen oder Pflanzen an einer Theke aus. Diese werden in Verpackungen wie Burger-Schachteln oder Getränkebechern im „Grow To Go“-Design verpackt. Es können auch ganze „Menüs“ bestellt werden, die der Kunde selbst aufzieht.
Die Verpackungen dienen zu Hause als Wohnaccessoire. Das Paket „Help Pint Garden“ des Balcony Gardeners aus London liefert Erde und Samen. Der Milchkarton als Verpackung soll Vertrautheit, Frische und Gesundheit vermitteln. Grüne und weiße Streifen sowie eine Retro-Schrift sollen Nostalgie wecken und dem Verbraucher die Gewissheit geben, erfolgreich als Fensterbank-Gärtner zu sein.

