ZVG-Einschätzung zu den Klimabeschlüssen
Die Ergebnisse des Klimakabinetts werden vom Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) differenziert beurteilt. Die ursprünglich kritisierte CO2-Steuer auf fossile Energieträger wurde zwar nicht umgesetzt. Der stattdessen beschlossene Zertifikatehandel wird jedoch fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern, auch wenn die anfängliche Belastung moderater ausfallen soll als erwartet. Positiv wird die Erwähnung des Bundesprogramms für Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau als konkrete Maßnahme hervorgehoben.
Nun kommt es auf das Kleingedruckte in der künftigen Klimastrategie der Bundesregierung an.
Dies erklärte ZVG-Präsident Jürgen Mertz. CO2 wird einen Preis erhalten, wobei die genaue Höhe der Kompensation über die EEG-Umlage noch nicht feststeht. Die Branche erhält dadurch mehr Zeit für Anpassungen. Dennoch werden Kostenbelastungen auf die Betriebe zukommen und diese vor Herausforderungen stellen.
Der Gartenbau ist Leidtragender der Klimaveränderung und Teil der Lösung.
Mertz betonte, dass die Betriebe ihre Bereitschaft zur Bewältigung der Anforderungen wiederholt unter Beweis stellen. Er verwies dabei auf die Erfolge des Bundesprogramms Energieeffizienz.
Bedeutung des Bundesprogramms Energieeffizienz
Das Bundesprogramm Energieeffizienz gilt als das einzige bereits etablierte und hochwirksame Klimaschutzprogramm im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Die Ankündigung der Fortführung und Weiterentwicklung dieses Programms in den Eckpunkten des Klimaprogramms wird daher als sehr begrüßenswert erachtet.
Hintergrund der Beschlüsse
Die Grundzüge des Klimapakets der Bundesregierung wurden am 20. September 2019 nach intensiven Verhandlungen vorgestellt. Ziel ist es, Treibhausgasemissionen durch einen Zertifikatehandel zu reduzieren, dessen Einführung für das Jahr 2021 geplant ist.
