Krieg in der Ukraine lässt ifo Geschäftsklimaindex abstürzen

Allgemeines

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März signifikant verschlechtert, mit einem historischen Einbruch der Geschäftserwartungen. Unternehmen in Deutschland rechnen mit schwierigen Zeiten, was sich in einem deutlichen Rückgang des ifo Geschäftsklimaindex widerspiegelt.

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März signifikant verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel von 98,5 Punkten im Februar auf 90,8 Punkte. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf einen historischen Einbruch der Geschäftserwartungen zurückzuführen, der mit 13,3 Punkten den Rückgang zu Beginn der Coronakrise im März 2020 (11,8 Punkte) übertraf.

Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechterte sich, wenngleich dieser Rückgang mit 1,6 Punkten moderater ausfiel. Insgesamt signalisieren die Unternehmen in Deutschland, dass sie mit schwierigen Zeiten rechnen.

Branchenspezifische Entwicklungen

Im Verarbeitenden Gewerbe verzeichnete der Index den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebungen. Dies betrifft insbesondere die Erwartungen der Unternehmen, die von einer optimistischen Haltung zu deutlichem Pessimismus umschwenkten. Die Unternehmen bewerten ihren Geschäftsausblick als extrem unsicher, und auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verschlechterten sich.

Der Dienstleistungssektor erlebte ebenfalls eine merkliche Eintrübung des Geschäftsklimas, primär bedingt durch einen deutlichen Rückgang der Erwartungen. Besonders die Logistikbranche blickt mit großer Sorge auf die kommenden Monate, während die aktuelle Lage in diesem Sektor nahezu unverändert beurteilt wurde.

Im Handel brach der Geschäftsklimaindikator ebenfalls ein. Der Erwartungsindikator stürzte hier so stark ab wie nie zuvor. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben hingegen nahezu unverändert positiv.

Auch im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima deutlich, getrieben von wesentlich pessimistischeren Erwartungen. Obwohl sich die Einschätzungen zur aktuellen Lage ebenfalls verschlechterten, zeigte sich weiterhin eine Mehrheit der Baufirmen zufrieden mit ihren laufenden Geschäften.

Weitere News dieser Kategorie