Branchenverbände

Langfristige Präsenz von Stauden auf Gartenschauen

Staudengärtner blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück, trotz Herausforderungen durch Trockenheit. Die Langlebigkeit von Stauden auf Gartenschauen wird hervorgehoben, was die Nachhaltigkeit dieser Pflanzen unterstreicht.

Erfolgreiches Geschäftsjahr und Herausforderungen

Die Herbstsaison des vergangenen Jahres trug maßgeblich zu einem positiven Geschäftsverlauf für Staudengärtner bei, wie Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), auf der BdS-Wintertagung vom 5. bis 7. Februar 2019 in Grünberg berichtete.

Die anhaltende Trockenheit des Sommers führte zu einem hohen Arbeitsaufwand in den Betrieben und Engpässen in der Vermehrung. Trotz hervorragender Qualitäten könnte die Sortimentstiefe im Frühjahr beeinträchtigt sein. Moll empfahl daher, Stauden für Projekte frühzeitig zu bestellen, um die Lieferbarkeit zu sichern. Trockenheitsverträgliche Pflanzungen bewährten sich in Hitze und Dürre. Moll betonte:

Für den Klimawandel haben wir Staudengärtner schon seit Jahrzehnten angepasste Stauden.

Daniela Kuptz von der Hochschule Neubrandenburg beleuchtete in ihrem Vortrag die Langlebigkeit von Stauden auf Gartenschauen seit dem späten 19. Jahrhundert. In Potsdam waren 2018 auf dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau (BUGA) von 2001 noch über 70 Prozent der ursprünglichen Taxa erhalten. In Koblenz (BUGA 2011) und Hamburg (IGS 2013) waren es jeweils über 60 Prozent.

Angesichts oft mangelhafter Pflege und der Gefährdung guter Pflanzenbestände sprach sich Kuptz für einen Ausbildungsberuf „Pflegegärtner“ sowie für Pflegehandbücher, auch für Gartenschauen, aus. Ausschreibungen sollten zudem verstärkt Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Standortgerechtigkeit und Strategietyp berücksichtigen. Erich Luer, Leiter des BdS-Arbeitskreises Markt, bekräftigte diese Ansicht:

Stauden aus Staudengärtnereien sind Investitionsgüter und keine Konsumgüter.

Er hob hervor, dass Staudengärtnereien die geforderte Nachhaltigkeit überzeugend erfüllen.

Zusammenarbeit und Gartenschauen

Martin Becker, der den BdS im Beirat für Ausstellungsfragen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) vertritt, lud zu einem Treffen mit dem Gartenschaubevollmächtigten Rüdiger Eckhardt ein. Ziel ist es, die Vielfalt des Sortiments auf Gartenschauen langfristig zu erhalten. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Planern und Staudengärtnern wurde dabei als wichtige Maßnahme identifiziert.

Eckhardt informierte in einem Vortrag ausführlich über die bevorstehende Bundesgartenschau Heilbronn. Der BdS-Vorstand plant, die Bundesgartenschau Heilbronn am 10. Juli 2019 gemeinsam mit interessierten Mitgliedern zu besichtigen.

16.02.2019

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