Allgemeines

Förderung für Lückenindikations-Vorhaben im Gartenbau verlängert

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verlängert die Finanzierung eines Modell- und Demonstrationsvorhabens. Ziel ist die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für Kulturen mit geringem wirtschaftlichem Umfang. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Gartenbau.

Herausforderung Lückenindikationen im Gartenbau

Lückenindikationen stellen seit Langem eine Herausforderung für die gartenbauliche Praxis dar. Für zahlreiche Anwendungsbereiche sind keine oder nicht ausreichend zugelassene Pflanzenschutzmittel verfügbar. Dies betrifft insbesondere Kulturen mit geringem gesamtwirtschaftlichem Wert.

Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein dafür, dass auch für kleinere Kulturen ausreichend Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen. Ich freue mich, dass seine Finanzierung jetzt weiterhin gesichert ist. [cite: 1]

Seit 2013 werden in dem Vorhaben Verfahren entwickelt, um wirksame Pflanzenschutzmittel auch für diese Pflanzen im Gartenbau und Ackerbau bereitzustellen.

Verbundvorhaben und Ziele zur Schließung von Indikationslücken

Das Verbundvorhaben wird vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Julius Kühn-Institut (JKI) getragen. Innerhalb dieses Rahmens werden Verfahrenswege erarbeitet, um Indikationslücken zu schließen.

Wir möchten so, gerade für kleine Kulturen des Gartenbaues und der Landwirtschaft von Obst, Gemüse, Zierpflanzen, Baumschulen bis hin zum Hopfen und Ackerbau, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für die Zukunft verbessern. [cite: 2]

Der ZVG begrüßt die Verlängerung der Förderung, da dies die Fortsetzung wichtiger, noch nicht abgeschlossener Arbeiten ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit der EU wurde im Rahmen des Projekts intensiviert. Recherchen zu Lückenindikationen in anderen Mitgliedstaaten wurden in die Unterarbeitsgruppen (UAG) Lückenindikationen eingebracht und weitere Aktivitäten koordiniert.

Ein zentrales Ziel ist die Möglichkeit, Anträge auf Erweiterungen von Pflanzenschutzmittel-Zulassungen stellen zu können. Dafür werden Informationen über bereits vorhandene Lösungen gesammelt und aufbereitet. Zudem wird die Kommunikation und der Datentransfer zwischen den beteiligten Akteuren verbessert. Die im Projekt erarbeiteten Verfahrenswege sollen nach Abschluss des Vorhabens auch auf andere Bereiche übertragbar sein und somit weiteren Organisationen, Verbänden oder Behörden zur Verfügung stehen.

28.07.2017

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