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Plattform „Lernen im Garten“ unterstützt Schulen bei der Gestaltung des Unterrichts im Freien

Eine neue Online-Plattform namens „Lernen im Garten“ hilft Schulen, gartenpädagogische Methoden in den Unterricht zu integrieren. Sie richtet sich an Lehrende und Lernende von 6 bis 18 Jahren, um Natur und Garten als Lern- und Erlebnisorte zu erschließen.

Gartenpädagogik für den Unterricht im Freien

Eine neue Online-Plattform namens „Lernen im Garten“ steht Schulen zur Verfügung, um gartenpädagogische Methoden in den Unterricht zu integrieren. Das Angebot richtet sich an Lehrende und Lernende im Alter von 6 bis 18 Jahren und soll Natur und Garten als Lern- und Erlebnisorte erschließen.

„Natur im Garten“ vermittelt seit über zehn Jahren Wissen zur Nutzung von Schulgärten und Schulfreiräumen als Unterrichtsräume. Angesichts der zunehmenden Zeit, die Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen verbringen, soll das neue Angebot eine spannende Möglichkeit bieten, von und mit der Natur zu lernen. Das Spektrum reicht von Biologie über Mathematik bis hin zu Werk- und Bewegungsunterricht.

Die Plattform motiviert Schülerinnen und Schüler, Lerninhalte im Freien zu erarbeiten. Der Außenraum eignet sich besonders für kompetenzorientierte, fächerübergreifende und offene Lernformen. Freiflächen gewinnen als natürliche Lern- und Erlebnisräume an Bedeutung.

„‚Lernen im Garten‘ beinhaltet dafür eine kostenlose und abwechslungsreiche Sammlung an Methoden für den Unterricht im Freien. Das Angebot, das bisher sehr erfolgreich in Fortbildungen und Fachtagungen vermittelt wurde, macht nun den Schritt der Digitalisierung.“

Die Website bietet didaktische Materialien, kostenlose Downloads und weiterführende Links, um Lehrkräfte bei der Gestaltung verschiedener Unterrichtsfächer im Schulgarten oder im schulnahen Umfeld zu unterstützen. Die Plattform dient als digitale Ergänzung zum bestehenden Unterricht und fördert den Austausch.

„Gemeinsam mit der Kompetenz unseres Gartenpädagogik-Teams bilden Rückmeldungen von Lehrenden, die Ideen und Beispiele an ‚Natur im Garten‘ herangetragen haben, einen wesentlichen Bestandteil der Plattform, der direkt aus der Praxis kommt“, weiß Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“. „Daher versteht sich unsere Methodenplattform als stetig wachsendes Tool, das nicht abgeschlossen ist, sondern auf neue Erfahrung und Ideen wartet, die laufend eingemeldet werden können.“

Der Unterricht im Freien kann auch ein Sicherheitsmerkmal in Pandemiezeiten sein. Zudem ermöglicht er eine tiefere Beziehung zur Natur und die Aufnahme von Wissen mit allen Sinnen.

Ein Beispiel für die Sekundarstufen (10- bis 14-Jährige) sind Methoden zum Thema Klimawandel. Schülerinnen und Schüler können mittels forschenden Lernens herausfinden, wo es rund um das Schulgebäude besonders heiß oder kühl ist. Die Gestaltung eines Schulgartens kann dabei eine Rolle spielen. Ein Muster-Schulgarten als Grünes Klassenzimmer ist in der „Natur im Garten“ Erlebniswelt, der GARTEN TULLN, angelegt und kann besichtigt werden.

Die Plattform ist interaktiv gestaltet; erprobte Methoden können von Nutzern hochgeladen und der Gartenpädagogik-Community zur Verfügung gestellt werden.

13.05.2021

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