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Neujahrsempfang der grünen Verbände Hessens 2017

Die grünen Berufsverbände Hessens trafen sich zum jährlichen Neujahrsempfang. Über 300 Gäste diskutierten die gestiegene Bedeutung des Öffentlichen Grüns und die Herausforderungen des Klimawandels für städtische Grünflächen.

Grüne Verbände Hessens: Bedeutung von Stadtgrün und Klimawandel

Die grünen Berufsverbände Hessens trafen sich am 20. Januar 2017 zum jährlichen Neujahrsempfang im Casino des Planungsdezernats. Zu den beteiligten Verbänden gehören der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), der Fachverband Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen (FGL), die Gartenamtsleiterkonferenz beim Deutschen Städtetag (GALK) und die Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege (HVNL).

Jens Heger, Präsident des Fachverbandes Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen e. V., begrüßte über 300 Gäste. Er hob die gestiegene Bedeutung des Öffentlichen Grüns hervor, insbesondere für wachsende Großstädte und Metropolregionen. Die Relevanz von Grünflächen als Standortfaktor sei etabliert.

Axel Henkel, Abteilungsleiter Außenwirtschaft, Mittelstand, Berufliche Bildung und Technologie vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, betonte in seinem Grußwort die wirtschaftliche Bedeutung der mittelständisch geprägten grünen Branche. Er verwies darauf, dass der Garten- und Landschaftsbau bundes- und hessenweit ein wachsender Sektor sei, der zur Wirtschaftskraft des Landes beitrage. Henkel hob zudem das Engagement des FGL Hessen-Thüringen bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen hervor. Hierfür sei ein Willkommenslotse in der Geschäftsstelle des Landesverbandes tätig, der beratend und vermittelnd wirke.

Dr. Robert Kloos, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und seit Oktober 2016 Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Garten- und Landschaftsbau, identifizierte das Thema „Grün in die Stadt“ als Entwicklungsfeld für die Branche. Er begründete dies mit der zunehmenden Bedeutung städtischer Grünflächen angesichts der Herausforderungen des Klimawandels. Fachleute prognostizieren eine Zunahme von Wetterextremen durch den Klimawandel. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) deutet darauf hin, dass die jährlichen Schadenssummen von derzeit 500 Millionen Euro ohne Gegenmaßnahmen erheblich steigen könnten.

Ein Höhepunkt des Abends war die Diskussionsrunde unter dem Titel „Grün in die Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“, moderiert von HR-Journalistin Laura di Salvo. Neben Dr. Kloos, Heger und Henkel nahmen Elke Grimm (Vorsitzende HVNL e. V.), Stephan Heldmann (Stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes Frankfurt a.M. und Leiter des bundesweiten Arbeitskreises Stadtentwicklung der GALK), Petra Hirsch (Vorsitzende DGGL Landesverband Hessen e.V.) sowie Victor Kamphausen (Vorsitzender bdla Landesverband Hessen e. V.) teil.

Jens Heger hob hervor, dass Stadtgrün die Attraktivität einer Stadt steigere, die Biodiversität verbessere, die Luftverschmutzung reduziere und die Gesundheit der Stadtbewohner fördere. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich öffentliche Investitionen in qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche, vielfältig nutzbare, gut gepflegte und ausreichende Grünanlagen mehrfach auszahlen, wie Axel Henkel ausführte.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde fand der gesellschaftliche Teil des Abends statt.

22.01.2017

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