Pflanzen und Pflanzenteile

Ökologische Schädlingsbekämpfung bei Zimmerpflanzen

Die Wintermonate schwächen Zimmerpflanzen und machen sie anfälliger für Schädlinge wie Schildläuse und Trauermücken. Eine regelmäßige Kontrolle und der frühzeitige Einsatz ökologischer Maßnahmen sind entscheidend für die Gesundheit und Langlebigkeit Ihrer Pflanzen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre grünen Mitbewohner schützen können.

Schädlinge erkennen und effektiv bekämpfen

Schild- und Wollläuse manifestieren sich als kleine, braune oder weiße, wollige Wülste, die sich an Blattadern und Stängeln ansiedeln. Während ausgewachsene weibliche Tiere unbeweglich unter einem Schutzschild verharren, sind die frisch geschlüpften Larven mobil. Sie verbreiten sich auf neue Pflanzenteile oder befallen andere Pflanzen. Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“, empfiehlt:

„Schild- und Wollläuse erkennen Sie an kleinen, braunen bzw. weißen, wolligen Wülsten an Blattadern und Stängeln. Ausgewachsene weibliche Tiere sitzen unbeweglich unter einem Schutzschild, die schlüpfenden Larven sind hingegen mobil und besiedeln so neue Pflanzenteile oder Wirte. Sie können diese mit dem Finger abstreifen oder bei stärkerem Befall mit Präparaten auf Rapsöl-Basis behandeln.“

Bei einem geringen Befall können die Schädlinge manuell entfernt werden. Bei stärkerem Auftreten sind Präparate auf Rapsöl-Basis eine effektive ökologische Behandlungsoption.

Trauermückenbefall vorbeugen und eindämmen

Eine weitere häufige Plage sind Trauermücken, deren Larven im Substrat der Zimmerpflanzen leben. Um deren Entwicklung zu unterbinden, sollte die oberflächliche Erdschicht im Topf regelmäßig austrocknen. Dies gelingt, indem ausschließlich von unten, also über den Untersetzer, gegossen wird. Eine etwa ein Zentimeter dicke Sandschicht auf der Erdoberfläche verhindert zudem, dass die Mücken Eier ablegen und die Larven schlüpfen können.

Die erwachsenen Trauermücken lassen sich effektiv mit Gelbtafeln abfangen. Bei einem massiven Befall können im Fachhandel erhältliche Nematoden eingesetzt werden. Diese werden dem Gießwasser beigemischt und parasitieren die Larven, wodurch der Befall eingedämmt wird.

14.01.2020

Zurück