Allgemeines, Naturschutz

Klimafreundlicher Neustart der Wirtschaft als Wegweiser in eine krisenfestere Zukunft

Der elfte Petersberger Klimadialog endete mit einem Bekenntnis zu einer klimafreundlich und solidarisch gestalteten Krisenbewältigung. Rund 30 Minister nahmen an der Videokonferenz teil, die von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Alok Sharma ausgerichtet wurde.

Klimaschutz als globale Herausforderung und Chance

Der Petersberger Klimadialog unterstrich, dass der Klimaschutz trotz der aktuellen globalen Gesundheitskrise eine dringliche und weltweite Herausforderung bleibt. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die bevorstehenden Weichenstellungen für den wirtschaftlichen Neustart so zu gestalten, dass gleichzeitig Fortschritte beim Klimaschutz erzielt werden. Die Ministerinnen und Minister betonten zudem, dass die Arbeit an ehrgeizigen neuen Klimazielen im Rahmen des Pariser Klimaschutz-Abkommens auch in Zeiten der Pandemie fortgesetzt wird.

Um uns besser gegen künftige Krisen zu wappnen, brauchen wir einen klimafreundlichen Neustart der Wirtschaft. Unser Leitbild ist nicht die alte, sondern eine bessere Welt, die krisenfester und klimaverträglicher wirtschaftet. Der Petersberger Klimadialog hat gezeigt, dass viele Länder bereits Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Krise vorbereiten und dabei den Klimaschutz und den Schutz der Ökosysteme bereits mitdenken. In den kommenden Monaten werden weltweit große Summen in den Neustart der Weltwirtschaft investiert werden. Diese Investitionen können auch den Klimaschutz ein entscheidendes Stück voranbringen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hob hervor, dass Investitionen in erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und klimaverträgliche Industrieprozesse nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch Innovationen und Arbeitsplätze schaffen. Sie bezeichnete einen engagierten Klimaschutzplan, wie den Green Deal der EU, als die passende Strategie zur Bewältigung der aktuellen Krise.

Entscheidungen für eine nachhaltige Zukunft treffen

Wir haben heute beim Petersberger Klimadialog die Größe der Herausforderung vor uns klar benannt. Bei der Erholung von der Coronavirus-Pandemie ist klar: Die Entscheidungen, die wir treffen, werden entweder die Grundlage legen für gesundes, nachhaltiges und inklusives Wachstum oder sie werden verschmutzende Emissionen auf Jahrzehnte festschreiben. Als designierter Präsident der 26. Weltklimakonferenz werden mein Team und ich Tag und Nacht arbeiten, um Fortschritte beim Klimaschutz zu erreichen. Das schulden wir uns und künftigen Generationen.

Alok Sharma, designierter Präsident der 26. Weltklimakonferenz, verdeutlichte die Bedeutung der Entscheidungen, die im Zuge der Erholung von der Coronavirus-Pandemie getroffen werden. Diese Entscheidungen könnten entweder ein Fundament für nachhaltiges Wachstum legen oder langfristig zu erhöhten Emissionen führen.

29.04.2020

Zurück