Wurzelbildung und Standortanforderungen für Lilien
Für die Pflanzung empfiehlt sich ein frostfreier Tag, da Lilien bis zu zwanzig Zentimeter tief in die Erde gesetzt werden. Dies ist wichtig, da sie nicht nur unterhalb, sondern auch oberhalb der Zwiebel Wurzeln bilden. Diese sogenannten Stängelwurzeln versorgen die Pflanze mit Wasser und fördern eine schnelle Entwicklung im Frühjahr. Später stabilisieren sie die teils über einen Meter hohen Pflanzen.
Lilien haben neben den Stängelwurzeln auch Zugwurzeln, diese befinden sich am Zwiebelboden und können die Pflanze bei Bedarf etwas tiefer in die Erde ziehen.
Ein windgeschütztes Beet mit mindestens einem halben Tag Sonnenlicht ist ideal. Zu viel Schatten kann dazu führen, dass die Stiele zu hoch und instabil werden und unter der Last der Blüten einknicken. Der Boden sollte locker und wasserdurchlässig sein, da Staunässe von Lilienzwiebeln nicht vertragen wird.
Staunässe vertragen die Blumenzwiebeln gar nicht! Als Beetpartner eignen sich niedrigere Pflanzen, wie Bodendecker aus den Sortimenten der Gräser und Stauden. Diese beschatten den Wurzelbereich, während sie den imposanten Lilien zusätzlichen Halt geben und ihren Blüten ausreichend Platz im Sonnenlicht lassen.
Auch in Kübeln gedeihen Lilien gut, sofern ausreichend Volumen für die Wurzeln vorhanden ist. Mindestens zehn Liter Substrat sollten den Blumenzwiebeln zur Verfügung stehen.
Vorteile einer frühen Pflanzung für Lilien
Zeitig gepflanzte Lilienzwiebeln starten mit einem Entwicklungsvorsprung ins Gartenjahr. Sie können frühzeitig Wurzeln bilden und treiben direkt aus, sobald die Temperaturen im Frühling steigen. Dies führt zu stärkeren Stielen und größeren Blüten im Vergleich zu Zwiebeln, die erst später im Frühjahr gepflanzt werden.
Ein breites Sortiment an Lilien, darunter über 40 verschiedene Sorten, ist ab Ende Januar erhältlich. Das Angebot umfasst einfach bis gefüllt blühende, ein- und mehrfarbige Varianten sowie Besonderheiten, die in ihrer Form an Lampions oder Rosen erinnern.

