Wachstum und Importe: Soja in Deutschland
Parallel zur Flächenausweitung hat sich auch die inländische Erntemenge von Sojabohnen mehr als verdoppelt. Von 43.200 Tonnen im Jahr 2016 stieg sie auf rund 90.500 Tonnen im Jahr 2020. Die Nachfrage nach heimisch angebautem Soja ist hoch, auch weil in Europa keine gentechnisch veränderten Sojasorten zugelassen sind.
Trotz des Anstiegs der heimischen Produktion deckt das inländische Angebot die Nachfrage nicht vollständig ab. Im Jahr 2020 wurden 3,9 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland importiert. Die Hauptlieferländer waren die Vereinigten Staaten mit 1,9 Millionen Tonnen und Brasilien mit 1,4 Millionen Tonnen.
Ökologischer Sojaanbau als wichtiger Faktor
Ein signifikanter Anteil der Sojaanbaufläche in Deutschland, nämlich 27 Prozent, wurde im Jahr 2020 ökologisch bewirtschaftet. Dieser Anteil ist im Vergleich zu anderen Feldfrüchten hoch: Bei Getreide zur Körnergewinnung lag der Ökoflächenanteil bei 6 Prozent und bei Pflanzen zur Grünernte bei 8 Prozent.
Soja spielt als Stickstoffbinder, ähnlich wie andere Körnerleguminosen, eine wichtige Rolle in der ökologischen Fruchtfolge. Für ökologisch angebautes Soja lassen sich zudem höhere Marktpreise erzielen.
