Pflanzen und Pflanzenteile

Staudenmischungen für den lichten Schatten: Dynamische Anpassung an wechselnde Bedingungen

Der Bund deutscher Staudengärtner hat drei Staudenmischungen entwickelt, die sich dynamisch an wechselnde Licht- und Feuchtebedingungen anpassen. Diese Mischungen können über 15 Jahre hinweg eine geschlossene und attraktive Pflanzengesellschaft bilden.

Neue Mischungen und ihre spezifischen Eigenschaften

Zur diesjährigen GaLaBau in Nürnberg vom 14. bis 17. September veröffentlicht der Bund deutscher Staudengärtner Faltblätter zu den neuen Mischungen „Schattengeflüster“ und „Schattenzauber“. Diese enthalten Informationen zu Konzept, Pflanzung und Pflege sowie die vollständige Pflanzliste. Ein Aspektkalender veranschaulicht die monatlichen Erscheinungsbilder von Blättern und Blüten.

Die Faltblätter sind am Gemeinschaftsstand des Bundes deutscher Staudengärtner und des Bundes deutscher Baumschulen in Halle 4, Stand 212, erhältlich. Die geprüften Staudenmischungen bieten drei Varianten für die langfristige, pflegeleichte, attraktive und kostengünstige Begrünung schwieriger Standorte im Gehölzsaum, sowohl für den privaten Garten als auch für das öffentliche Grün.

Die neuen Mischungen wurden in einer achtjährigen Versuchsphase auf sieben bundesweiten Versuchsstationen getestet und nach fünf Jahren optimiert. Der „Schattenzauber“ ist die opulenteste und farbenreichste Mischung, gekennzeichnet durch viele rote Austriebs- und Laubfärbungen. Im Juli verzaubern Lilien die Flächen.

Das „Schattengeflüster“ wird von zarten Blüten und Gräsern geprägt. Charakteristische Pflanzen dieser Mischung sind Akelei, Camassien, Kalimeris und das Plattährengras. Der bereits bekannte „Schattenglanz“ enthält die meisten wintergrünen Arten und zieht mit starken Texturen, glänzenden Blättern und Marmorierungen die Blicke auf sich.

„Schattengeflüster“ ist eine optisch eher zurückhaltende Mischung. Robuste Stauden wie Epimedium x versicolor ’Sulphureum‘ und Luzula sylvatica sind darin enthalten. Der Waldmeister Galium odoratum sorgt für eine gute Bodenabdeckung, während das Plattährengras Chasmanthium latifolium in höheren Ebenen Akzente setzt.

11.08.2016

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