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STIHL Gruppe verzeichnet Umsatzrekord und erwartet moderates Wachstum

Die STIHL Gruppe erreichte 2014 einen Umsatzrekord von 2,98 Milliarden Euro, ein Plus von 5,9 Prozent. Trotz internationaler Krisen wird für 2015 ein moderates Wachstum erwartet. Die Eigenkapitalquote liegt bei 70 Prozent, Investitionen werden aus eigenen Mitteln finanziert.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 und globale Marktposition

Die STIHL Unternehmensgruppe erzielte im Jahr 2014 einen Umsatz von 2,98 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen hätte das Wachstum 8,7 Prozent betragen. Der Auslandsanteil am weltweiten Umsatz lag bei 89,4 Prozent. Die Mitarbeiterzahl der Gruppe stieg um 3,3 Prozent auf 14.297. Die Eigenkapitalquote erreichte 70 Prozent, und die Liquidität des Unternehmens wird als hoch beschrieben. Investitionen werden weiterhin aus eigenen liquiden Mitteln finanziert.

„Mit 2,98 Milliarden Euro erzielte die STIHL Unternehmensgruppe 2014 erneut einen Umsatzrekord, trotz internationaler Krisen und negativer Währungseinflüsse“, sagte der STIHL Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora.

Für das laufende Jahr wird trotz stärkerer internationaler Kriseneinflüsse ein moderates Wachstum erwartet.

Weltweite Wettbewerbsposition und regionale Entwicklungen

Die STIHL Gruppe setzte ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2014 fort und konnte ihre globale Wettbewerbsposition verbessern. Mit Ausnahme Russlands zeigten alle Hauptabsatzmärkte eine positive Entwicklung. Neben dem Ausbau des weltweiten Fachhändlernetzes trugen günstige Witterungsbedingungen zur Nachfrage bei. Auch die Marke VIKING verzeichnete deutliche Absatz- und Umsatzsteigerungen.

Besonders stark wuchs das Unternehmen in Nordamerika. In den USA festigte STIHL seine Position als meistverkaufte Marke für benzinbetriebene und handgetragene Motorsägen und Motorgeräte. In Lateinamerika verzeichneten Brasilien und Mexiko überdurchschnittliche Zuwächse, während Argentinien und Venezuela durch Importrestriktionen beeinträchtigt wurden. Westeuropa zeigte sehr gute Zuwächse, und auch in Osteuropa gab es überwiegend Absatzsteigerungen, ausgenommen die Ukraine und Russland aufgrund politischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Die Verkäufe in Asien und Ozeanien lagen mehrheitlich über dem Vorjahresniveau.

Entwicklung im deutschen Markt und Investitionen am Stammsitz

Im deutschen Markt erzielte STIHL 2014 deutliche Umsatzsteigerungen. Zum Jahresende 2014 waren die Lagerbestände bei den Fachhändlern niedrig, was zu einer Neubevorratung für die Frühjahrssaison 2015 führte. Das Konzept „STIHL Online Partner“, das den Onlinevertrieb ermöglicht, wird von vielen Fachhändlern genutzt. Für 2015 sind weitere Testaktionen für Kunden geplant, darunter der STIHL VIKING Test-Tag und die „Super Sägen Wochen“ im Herbst.

Dr. Kandziora zeigte sich zuversichtlich, „dass STIHL den Wachstumskurs in Deutschland fortführen wird“.

Das Stammhaus, die ANDREAS STIHL AG & Co. KG in Waiblingen, steigerte den Umsatz um 4,6 Prozent auf 995 Millionen Euro. Die Exportquote erhöhte sich leicht auf 88,7 Prozent. Die Investitionen stiegen um 28 Prozent auf 72,3 Millionen Euro.

Dr. Kandziora betonte: „Damit geben wir erneut ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab.“

Ein Großteil der Investitionen floss in den Neubau des Produktionslagers am Stammsitz sowie in Forschung und Entwicklung zur Erweiterung des Produktsortiments. Die komplett eigenfinanzierten Investitionen lagen wie im Vorjahr deutlich über den Abschreibungen.

Mitarbeiterentwicklung und internationale Ausbildung

Der Personalstand im deutschen Stammhaus wuchs um 2,5 Prozent auf 4.222 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014. 70 befristet Beschäftigte wurden in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen, und allen interessierten auslernenden gewerblichen Auszubildenden wurde ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten. Mitarbeiter, die mit Genussrechten am Unternehmenskapital beteiligt sind, erhielten eine Verzinsung ihres Guthabens von 10 Prozent. Im Rahmen dieser Mitarbeiterkapitalbeteiligung können Mitarbeiter jährlich Anteile bis zu einem Nennwert von 1.350 Euro zeichnen, wobei das Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 900 Euro leistet.

Zur Fachkräftesicherung bietet STIHL an allen Produktionsstätten ein duales Ausbildungsprogramm nach deutschem Modell an, das einen internationalen Austausch der Auszubildenden ermöglicht. Im Jahr 2014 arbeiteten erstmals deutsche Auszubildende am chinesischen Standort Qingdao.

Erweiterung des Fertigungsverbunds und kollaborative Robotik

Der weltweite STIHL Fertigungsverbund wurde im vergangenen Geschäftsjahr erweitert. 88,3 Prozent der Investitionen, insgesamt 161 Millionen Euro, entfielen auf die Produktionsgesellschaften. Auf den Philippinen wurde mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte für ZAMA Vergaser begonnen, in die über 40 Millionen Euro investiert werden. Die Fertigungskapazitäten der chinesischen Produktionsgesellschaft in Qingdao wurden durch einen Neubau erweitert.

STIHL ist in Deutschland und den USA in die kollaborative Robotik eingestiegen, wobei die neuen Roboter bei STIHL Inc. in den USA bereits im Serieneinsatz sind. Diese Technologie ermöglicht die direkte und gefahrlose Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsraum.

Dr. Kandziora unterstrich die Bedeutung dieser innovativen Technologie: „Die ‚kollaborative Robotik‘, das intelligente Zusammenarbeiten von Mensch und Roboter, bedeutet einen Quantensprung für die Arbeitswelt. Die neuen Roboter sind mit einer Sensorik ausgestattet, die die direkte und gefahrlose Zusammenarbeit von Industriearbeiter und Roboter überhaupt erst ermöglicht.“

Ausblick 2015 und Produktneuheiten

Im ersten Quartal 2015 verzeichnete STIHL ein Umsatzplus, obwohl die schwache Nachfrage in Russland und der Ukraine sowie Importbeschränkungen in Argentinien und Venezuela den Absatz beeinflussten. Russland war vor der Krise ein wichtiger Markt, dessen Absatzplanungen für 2015 korrigiert werden mussten. STIHL bearbeitet den russischen Markt intensiv, unter anderem mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft in Krasnodar.

Dr. Kandziora betonte: „Ich bin mir sicher, dass wir aus der Russlandkrise gestärkt hervorgehen werden. Wir sind in Russland gut aufgestellt und sehen dort enormes Potenzial. Insgesamt erwarte ich in der Unternehmensgruppe trotz weltweiter Krisen für dieses Jahr moderates Umsatzwachstum. Aufgrund der Stärke des US-Dollars und anderer für den STIHL Umsatz wichtiger Währungen gehe ich zudem erstmals seit vielen Jahren von keinem negativen Währungseffekt aus.“

STIHL wird auf der Fachmesse demopark im Juni das Akku-Blasgerät BGA 100 vorstellen, das eine Blaskraft von bis zu 17 Newton bietet und einen Schallleistungspegel aufweist, der den ganztägigen Betrieb ohne Gehörschutz ermöglicht. Es ist für professionelle Anwender in Kommunen, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Facility-Management konzipiert und kann in Kombination mit dem rückentragbaren Akku STIHL AR 3000 über mehrere Stunden eingesetzt werden.

Für Hobbygärtner werden zwei neue Produkte im STIHL AkkuSystem angeboten: Der Hoch-Entaster STIHL HTA 65 mit einer Gesamtlänge von 2,40 m und einem Gewicht von 5 kg (inkl. Akku AP 115) sowie die Akku-Strauchschere STIHL HSA 25. Letztere verfügt über ein Strauchmesser für Formschnitte und ein Grasmesser für Rasenkanten, die werkzeuglos gewechselt werden können. Die HSA 25 bietet eine Akku-Laufzeit von fast zwei Stunden.

VIKING startet mit neuen Benzin-Rasenmähern der Serie 7 in die Rasensaison 2015. Die Modelle MB 756 YS und MB 756 YC sind für die professionelle Grünpflege konzipiert, verfügen über ein leichtes Magnesium-Druckguss-Gehäuse, wiegen unter 60 kg und bieten eine Schnittbreite von 54 cm. Sie eignen sich für Rasenflächen bis 3.000 Quadratmeter und sind seit Anfang April verfügbar.

27.04.2015

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STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG

Robert-Bosch-Straße 13
64807Dieburg
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Tel.:+49 6071 204-0
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