Internationale Marktposition und Personalentwicklung bei STIHL
STIHL verzeichnete im laufenden Jahr weltweit ein zweistelliges Absatzwachstum, das über dem Branchendurchschnitt lag. Dies führte zu einer Stärkung der Position der STIHL Gruppe im internationalen Markt während der Weltwirtschaftskrise. Mit der gestiegenen Produktion nahm auch das Beschäftigungsvolumen zu. Zum 31. August 2010 waren weltweit 11.111 Mitarbeiter beschäftigt, was einer Steigerung von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei anhaltender Produktionssteigerung ist bis Jahresende ein weiterer Personalaufbau geplant.
Stabiler Umsatz im deutschen Markt
Nach einem Umsatzwachstum von 4 Prozent im Krisenjahr 2009 zeigte sich die Umsatzentwicklung im deutschen Markt in diesem Jahr stabil. Nach einem extremen Winter konnte STIHL aufholen, sodass der Umsatz Ende August auf Vorjahresniveau lag. Auch der Verkauf von VIKING Rasenmähern und Rasentraktoren entwickelte sich positiv. Die Premiumstrategie des Unternehmens wird von den Kunden in Bezug auf Qualität, Ergonomie und Design angenommen.
"Wir erwarten durch die Einführung neuer Produkte sowie starke Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen weiteres Umsatzwachstum. Von dem Trend zum Wohlfühlen im eigenen Garten profitiert die gesamte Gartenbranche. Das Wohnzimmer wächst sozusagen in den Garten. Die Kunden schätzen dabei besonders die Qualitätsprodukte von STIHL und VIKING."
Im Mai 2010 wurde das neue Logistikzentrum der STIHL Vertriebszentrale in Dieburg, Hessen, offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Investition von über 25 Millionen Euro stellt der Neubau die größte Bauinvestition in der Geschichte der Vertriebszentrale dar. Die Erweiterung und Modernisierung waren aufgrund des stark gewachsenen Absatzes und der damit verbundenen Kapazitätsengpässe notwendig geworden.
"Mit dem neuen Logistikzentrum schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von STIHL und VIKING Produkten und bauen unsere Stärke - die schnelle und komplette Belieferung des Fachhandels - weiter aus", erläuterte Dr. Kandziora die Bedeutung der Investition.
Deutsches Stammhaus mit erheblicher Zunahme
Das deutsche Stammhaus, die ANDREAS STIHL AG & Co. KG, fertigt schwerpunktmäßig Trennschleifer sowie einen Großteil der Profimotorsägen und Profifreischneider für den Weltmarkt. Das Stammhaus profitierte von der konjunkturellen Erholung in der Bau- und Forstwirtschaft. Der Umsatz im Stammhaus stieg von Januar bis August 2010 um 15 Prozent auf 505 Millionen Euro. Auch Absatz- und Produktionsvolumen nahmen erheblich zu. Das Beschäftigungsniveau stieg, negative Arbeitszeitkonten wurden abgebaut, und die Belegschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,8 Prozent auf 3.788 Mitarbeiter zum 31. August 2010. Davon sind 2.836 Beschäftigte in Waiblingen, 307 in Ludwigsburg, 592 in Prüm-Weinsheim und 53 in Wiechs am Randen tätig. Im laufenden Jahr wurden bereits über 100 befristet Beschäftigte neu eingestellt.
Fachkräftesicherung durch Ausbildung
Aufgrund der Ausbildungstradition bei STIHL erwartet Dr. Kandziora keine wesentlichen Probleme bei der Fachkräftegewinnung in den kommenden Jahren.
"Wir verfolgen am Arbeitsmarkt eine langfristige Strategie und haben neben den Anstrengungen in die eigene Ausbildung beispielweise die Zahl der Werkstudenten im Unternehmen deutlich erhöht."
In den letzten Jahren konnten fast 40 Prozent der offenen Ingenieurstellen aus dem Pool dieser Studenten besetzt werden.
"Die Möglichkeit, schnell Verantwortung übernehmen zu können und unsere überdurchschnittlichen freiwilligen Sozialleistungen - wie Erfolgsprämie, Betriebsrente und Mitarbeiterkapitalbeteiligung -, machen STIHL für Bewerber außerordentlich attraktiv", erklärte der Vorstandsvorsitzende.
Allen interessierten und geeigneten Auszubildenden, die ihre Ausbildung 2010 abgeschlossen haben, wurde ein unbefristetes oder in Einzelfällen befristetes Arbeitsverhältnis angeboten.
"Als Familienunternehmen nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr und bilden traditionell über Bedarf aus", so der Vorstandsvorsitzende.
Bis Oktober beginnen 60 junge Menschen ihre Ausbildung im STIHL Stammhaus, wo insgesamt 210 Auszubildende beschäftigt sind. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,7 Prozent, die über dem Branchendurchschnitt liegt.
Erweiterung des Akku-Sortiments und neue Produkte
Zur Saison 2010/2011 erweitert STIHL sein Akku-Sortiment. Nach den 2009 eingeführten Akku-Heckenscheren HSA 65 und HSA 85 präsentiert das Unternehmen im Herbst die Akku-Motorsäge MSA 160 C-BQ, die Akku-Motorsensen FSA 65 und FSA 85 sowie das Akku-Blasgerät BGA 85. Diese Geräte sind für den Einsatz in lärmsensibler Umgebung konzipiert und eignen sich für Profis und anspruchsvolle Privatanwender.
Die Akkupacks AP 80 und AP 160 sind mit allen Geräten kompatibel und können für kräfteschonendes Arbeiten in einen Akku-Gürtel eingeschoben werden. VIKING ergänzt das Akku-Angebot mit den neuen Akku-Rasenmähern VIKING MA 339 und MA 339 C.
Im Motorsägen-Segment führt STIHL vier weitere neue Geräte ein: Die STIHL MS 231 und MS 251 sind für Brennholzmachen und Grünpflege vorgesehen, während die STIHL MS 271 und MS 291 als Allround-Talente für Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Bauwirtschaft und Handwerk dienen.
Weitere Neuentwicklungen sind die Freischneider STIHL FS 360, FS 410 und FS 460, eine neue Produktgeneration für Profis. Sie sind serienmäßig mit STIHL ErgoStart ausgestattet, der FS 460 zusätzlich mit dem vollelektronischen Motorenmanagement M-Tronic. Das Hochdruckreiniger-Sortiment wird durch die neuen Produkte STIHL RE 143, RE 143 PLUS und RE 163 PLUS erweitert, die für den Einsatz in Werkstätten, Garagen sowie rund um Haus und Hof konzipiert wurden. VIKING führt zur Saison 2010/2011 neben den Akku-Rasenmähern die neuen Elektro-Rasenmäher VIKING ME 339 und ME 339 C sowie die neuen Motorhacken VIKING HB 445, HB 445 R und HB 585 ein.
Optimistischer Ausblick für 2010
Dr. Kandziora zeigte sich optimistisch für das Geschäftsjahr 2010.
"Wir werden unser selbstgestecktes Wachstumsziel von 5 Prozent in diesem Jahr auch währungsbereinigt sicher deutlich überschreiten. Große Erwartungen habe ich an die Markteinführung unserer neuen Produkte."
Die Weltwirtschaft habe sich rascher erholt als erwartet. Trotzdem sieht Dr. Kandziora angesichts der Vertrauenskrise an den Finanzmärkten im Euroraum im Frühjahr dieses Jahres weiterhin Risiken für einen nachhaltigen Aufschwung. Hinzu komme die schleppende Konjunktur in einigen Industrieländern.
"Alles in allem stehen die Zeichen für unser Unternehmen aber klar auf Wachstum."
Unternehmensportrait
Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft und Landschaftspflege sowie die Bauwirtschaft. Das Gartengerätesortiment von VIKING ergänzt die Produktpalette. Die Produkte werden über den servicegebenden Fachhandel vertrieben, mit 32 eigenen Vertriebs- und Marketinggesellschaften, über 120 Importeuren und rund 35.000 Fachhändlern in über 160 Ländern. STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart. Im Jahr 2009 erzielte STIHL mit etwa 10.900 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 2,04 Milliarden Euro.