Branchenverbände

FGL Hamburg führt erste virtuelle Mitgliederversammlung durch

Der FGL Hamburg hat als erster Landesverband eine virtuelle Mitgliederversammlung per Videokonferenz abgehalten. Dabei wurden Forderungen an die Hamburger Politik gestellt, die Digitalisierung der Branche diskutiert und Vorstandsmitglieder wiedergewählt.

Virtuelle Premiere und wichtige Themen

Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg (FGL HH) hat als erster Landesverband eine virtuelle Mitgliederversammlung per Videokonferenz abgehalten. Die Tagesordnung umfasste Forderungen an die Hamburger Politik, die Digitalisierung der Branche sowie die Wiederwahl von drei Vorstandsmitgliedern.

Thomas Schmale, Vorsitzender des FGL HH, und Verbandsgeschäftsführer Dr. Michael Marrett-Foßen begrüßten die Mitglieder aus dem digitalen Studio des Hamburger Zentrums für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt (ZEBAU). Insgesamt nahmen 22 Mitglieder virtuell teil, während vier Vorstandsmitglieder persönlich im Studio anwesend waren. Schmale betonte in seinem Lagebericht die Notwendigkeit der Einhaltung von Hygieneregeln im Garten- und Landschaftsbau, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden. Er appellierte zudem an die Fachbetriebe, die Nachwuchsförderung auch in der aktuellen Situation nicht zu vernachlässigen.

Gerade weil es schwieriger ist, in diesen Monaten in Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften zu treten, müssen wir engagiert und kreativ sein. Es geht um die Zukunft unserer Branche und Betriebe!

Forderungen an die Hamburger Politik und Digitalisierung

Schmale richtete einen Appell an die Hamburger Politik, die im Koalitionsvertrag verankerten „grünen“ Vorhaben umzusetzen. Er kritisierte, dass geplante Bauvorhaben im öffentlichen Sektor aufgrund der Corona-Pandemie nicht realisiert würden und eine Entbürokratisierung ausbleibe. Der FGL HH befinde sich über die Vereinigung Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft im Gespräch mit der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Dabei werde unter anderem eine deutliche Erhöhung der Höchstgrenze für die freie Vergabe öffentlicher Aufträge diskutiert.

Im Anschluss an Schmales Ausführungen berichteten Vorstandsmitglieder über die Ergebnisse aus den BGL-Ausschüssen. Die Digitalisierung wurde dabei als zentrales Zukunftsthema identifiziert, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die grüne Branche birgt. Die Corona-Krise habe dies verdeutlicht. Im PR-Bereich des Bundesverbandes werde verstärkt auf soziale Medien gesetzt, um insbesondere das Privatkundengeschäft zu stärken.

Wahlen und Satzungsänderung

Dr. Michael Marrett-Foßen leitete die Abstimmungen über die Haushalte und fungierte als Wahlleiter. Alle Abstimmungen erfolgten anonym über Chatfenster, in denen die stimmberechtigten Mitglieder ihre Entscheidung per Mausklick trafen. Der Vorstand und die Geschäftsführung wurden bei eigener Enthaltung einstimmig für den Haushalt 2019 entlastet und die Beitragsordnung 2020 beschlossen. Auch der Haushaltsplan 2020 wurde einstimmig genehmigt.

Die Vorstandsmitglieder Ludger Plaßmann (stellvertretender Vorsitzender, zuständig für Gärtnerische Fachgebiete), Sebastian Hildebrandt (verantwortlich für Tariffragen) und Andre Labarre (zuständig für den BGL-Ausschuss Stadtentwicklung) wurden nach Ablauf ihrer dreijährigen Amtsperiode einstimmig wiedergewählt. Abschließend verankerte der FGL HH die Möglichkeit, virtuelle Mitgliederversammlungen durchzuführen, offiziell in seiner Satzung.

Trotzdessen hoffe ich, dass dies die erste und gleichzeitig auch letzte Mitgliederversammlung per Videokonferenz war. Denn auch wenn die Technik eine solche heutzutage möglich macht, bevorzugen wir den persönlichen Austausch mit unseren Mitgliedern und möchten virtuelle Versammlungen daher nicht zum Standard machen.

28.06.2020

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