Pflanzen und Pflanzenteile

Walnuss im Fokus: Fachtagung beleuchtet Potenzial für Gartenbau und Forst

Die LWG plant einen Nussgarten, um die Walnuss als Baum des Jahres 2008 zu würdigen. Ihre Bedeutung für Forstwirtschaft und Gartenbau wurde auf einer Fachtagung diskutiert, die neue Perspektiven für den Anbau aufzeigte.

Tradition und neue Perspektiven für den Walnussanbau

Die Walnuss begleitet die Menschen in Deutschland seit etwa 2000 Jahren. Sie liefert Nüsse und Holz, vertreibt Insekten und spendet Schatten. Lediglich Spätfröste stellen eine Gefahr dar. Olaf Schmidt wies darauf hin, dass gute Weinjahre oft auch gute Nussjahre seien. Trotzdem habe die Walnuss in den letzten Jahren nicht die nötige Beachtung gefunden, so Klaus Körber, Leiter des Sachgebietes Obstbau/Baumschulen der LWG.

Die jährliche Einfuhrmenge von rund 2000 Tonnen belegt die hohe Nachfrage nach Walnüssen in Deutschland. Körber bezeichnete das wärmeliebende Gehölz als einen Baum der Zukunft, der insbesondere im milden Franken vom Klimawandel profitieren und hohe Erträge liefern könnte. Für Landwirte und Obstbauern könnte der Anbau eine wirtschaftliche Alternative darstellen, wie bereits bestehende Plantagen in Rheinhessen, an der Mosel sowie im Kölner und Stuttgarter Raum zeigen. Die Sortenvielfalt der Walnüsse ist groß, und Züchter entwickeln kontinuierlich neue Sorten wie Mars.

Körber empfahl den Anbau veredelter Sorten wie Weinsberg1, Nummer 26 und Nummer 139, die sich in Franken als gesund, robust und wohlschmeckend erwiesen haben. Für den Hausgarten und schlechtere Standorte sei die Sorte Nummer 26 besonders geeignet.

Gesundheitlicher Nutzen der Walnuss

Walnüsse gehören zu den wenigen Pflanzen, die den Menschen mit lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren versorgen. Diese Fettsäuren, die auch in fettem Fisch wie Lachs und Hering vorkommen, können den Cholesterinspiegel senken und entzündungshemmend wirken. Neben Raps- und Leinöl sind Walnüsse eine der wenigen Quellen für größere Mengen dieser Säuren.

Ihr Verzehr sei deshalb vor allem in küstenfernen Regionen wichtig.

Dies erklärte Wiebke Frank vom Verband für unabhängige Gesundheitsberatung in Wettenberg bei Gießen.

25.06.2008

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