Gehölzpflege, Pflanzen und Pflanzenteile

Citrusbockkäfer bedroht Laubbäume

Ein gefährlicher Laubholzschädling, der Citrusbockkäfer, wurde mit Fächerahornen aus China nach Deutschland eingeschleppt. Er befällt gesunde Laubbäume und kann deren Absterben verursachen. Käufer sollten auf Befallsmerkmale achten und den Pflanzenschutzdienst informieren.

Eingeschleppter Schädling: Gefahr für heimische Gehölze

Der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis), ein gefährlicher Laubholzschädling, wurde im Frühjahr dieses Jahres mit einer Lieferung von 10.000 Fächerahornen (Acer palmatum) aus China über die Niederlande nach Deutschland eingeschleppt. Diese Bäumchen wurden im Mai von einer Supermarktkette bundesweit vertrieben.

Bereits in Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden Befälle festgestellt. Der Citrusbockkäfer befällt gesunde Laubbäume und kann deren Absterben verursachen.

Gefährdete Baumarten und Erkennung des Befalls

Nahezu das gesamte Spektrum der Garten- und Park-Laubbäume ist gefährdet, darunter Ahorne, Buchen, Platanen, Birken, Steinobstarten, Pappeln und Rosskastanien. Auch Rosen, Weißdorn und andere Sträucher können betroffen sein. Ein unerkannter Befall stellt eine Gefahr für Garten- und Parkanlagen sowie für Alleen und Waldbestände dar.

Die Larven des Käfers, die bis zu sechs Zentimeter lang werden können, fressen Gänge mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern in die Wurzeln und wurzelnahen Stammbereiche. Dies betrifft auch kleinere Bäume ab zwei Zentimetern Stammdurchmesser. Ein Befall ist an Bohrspanhaufen am Stammfuß und im Wurzelbereich erkennbar. Zudem können die auffälligen Käfer selbst gesichtet werden: Sie sind zwei bis vier Zentimeter groß, haben bis zu sieben Zentimeter lange, quer gestreifte Fühler und hell gefleckte Flügeldecken.

Verhalten bei Befall

Käufer von Fächerahornen sollten den wurzelnahen Bereich regelmäßig, möglichst mehrmals pro Woche, auf Bohrspäne, Bohrlöcher und das Auftreten der Käfer kontrollieren.

Bei Anzeichen eines Befalls empfiehlt das Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, folgende Maßnahmen:

  • Die befallenen Bäumchen mitsamt Topf und Wurzeln luftdicht in einem stabilen Müllsack verschließen.
  • Aufgefundene Käfer einfangen.
  • Den zuständigen Pflanzenschutzdienst informieren.

Ansprechpartner der Pflanzenschutzdienste auf Länderebene sind im Internet unter der Rubrik „Pflanzengesundheit / Organisation / Institutionen und Adressen“ zu finden.

25.06.2008

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