Erfolgreiche Kooperation im Weißbuchprozess
Ende Januar 2016 baten die Mitgliedsverbände der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (FLL) diese, die Koordination für die Formulierung gemeinsamer Themenschwerpunkte im Rahmen des „Weißbuchprozesses – Grün in der Stadt“ zu übernehmen.
Die beteiligten Fach- und Berufsverbände der grünen Branche sehen darin eine Möglichkeit, durch ein gemeinsames Votum politisch stärker wahrgenommen und inhaltlich gehört zu werden.
Den ersten Schritt sind die Verbände nun erfolgreich miteinander gegangen, so FLL-Präsident Dr. Karl-Heinz Kerstjens. Er betonte, dass der Erfolg dieses Schrittes kaum hoch genug bewertet werden könne. Eine Liste aller beteiligten Verbände sowie der vereinbarten Schwerpunktthemen ist auf der FLL-Homepage verfügbar. Das nächste gemeinsame Ziel ist eine umfassende Eingabe für das „Weißbuch – Grün in der Stadt“.
Gemeinsame Positionierung und weitere Schritte
Das Weißbuch soll nach Abstimmung zwischen sechs Bundesministerien auf etwa 30 Seiten als Vorlage in das Bundeskabinett eingebracht und dort beschlossen werden. Die FLL-Mitgliedsverbände und vier weitere bundesweit agierende Verbände haben sich darauf verständigt, ihre Positionen erneut gemeinsam als konkrete Maßnahmenvorschläge zu formulieren. Diese Vorschläge sollen stichpunktartig benannt, über die FLL zusammengeführt und abgestimmt werden.
Ziel ist es, eine starke Allianz zu bilden, um das politische Gewicht und die Wahrnehmung des Grüns zu stärken. Zur Verabschiedung des gemeinsamen Positionspapiers mit erweiterten und konkretisierten Maßnahmenvorschlägen haben sich die FLL-Mitgliedsverbände für den 4. Juli 2016 zu einem weiteren Verbändegespräch verabredet.
Der Weißbuchprozess wird mit diesem Positionspapier nicht abgeschlossen sein. Alle Berufs- und Fachverbände haben weiterhin die Möglichkeit, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) erweiterte Maßnahmenvorschläge zu unterbreiten, die im „Weißbuch – Grün in der Stadt“ oder im gemeinsamen Positionspapier quantitativ nicht abgebildet werden können. Auch im späteren Umsetzungsprozess können sich alle Beteiligten weiterhin mit Vorschlägen einbringen.
