Knappe Deponiekapazitäten und unterschiedliche Regelungen
Die Frage nach geeigneten Entsorgungsmöglichkeiten für Erdaushub ist komplex, da Deponieraum knapp ist und die Regelungen je nach Bundesland variieren. Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) fordert daher den Ausbau von Deponiekapazitäten, vereinfachte Vorschriften für Bodenprobenanalysen und einen verstärkten Einsatz von Recycling-Baustoffen.
Besonders bei Bauvorhaben im GaLaBau muss anfallendes Material aufgrund fehlender Verwertungsmöglichkeiten anderweitig untergebracht werden. Im Jahr 2010 lag die Wiederverwertung von Boden und Steinen, beispielsweise für die Landschaftsgestaltung, bundesweit noch bei etwa 88 Prozent. Die Anzahl der Verfüllbetriebe in Hessen ist jedoch zwischen 2003 und 2012 um ein Viertel gesunken, was auf einen Mangel an Deponieraum hindeutet.
Umweltauswirkungen und politische Reaktionen
Angela Dorn betonte, dass nicht nur der Kostenfaktor eine Rolle spiele. Lange Transportwege zu den verfügbaren Deponien hätten direkte Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft. Sie führen zu einem erhöhten CO²-Ausstoß, verursachen mehr Lärm in Wohngebieten und belasten die Straßeninfrastruktur.
Die Stärkung von Recycling und kurze Transportwege sind ein gemeinsames Anliegen. Die aufgeworfenen Fragen werde ich mit den zuständigen Ministerien zurücksprechen.
Abschließend beteiligte sich Angela Dorn auf einer Baustelle des Betriebs Niklas Sobotta, der sich auf den Bau von Schwimm- und Badeteichen spezialisiert hat. Sie unterstützte bei der Befestigung eines Badeteiches und transportierte Material mit einem Ketten-Dumper.
