Zentrale Herausforderungen für die Gartenbaubranche 2015

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Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) diskutierte die Schwerpunktthemen für 2015, darunter die Zukunft des Pflanzenschutzes und die Kommunikation des Produktwertes. Die Sitzung fand zu Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt.

Kommunikation und Nachwuchsförderung als Schwerpunkte

In seiner Grundsatzrede benannte ZVG-Präsident Mertz die zentralen Themen des Verbandes für das laufende Jahr. Die Kommunikation des tatsächlichen Wertes von Produkten und Dienstleistungen gegenüber dem Verbraucher sei von höchster Priorität. Eine vom ZVG in Auftrag gegebene Marktforschungsstudie habe deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Verbrauchern und der Branche aufgezeigt. Insbesondere die geringe Registrierung von Werbung für Blumen und Pflanzen sowie die preisorientierte Kaufentscheidung der Verbraucher seien als Alarmsignal zu werten.

Der Verbraucher hat uns einen roten Faden gelegt, den wir aufnehmen müssen.

Mertz zeigte sich optimistisch, dass der Verband in diesem Jahr konkrete Konzepte und Maßnahmen entwickeln werde, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Der ZVG werde dabei mit Kontinuität, Beharrlichkeit und Argumentationsstärke vorgehen. Ein positives Resümee zog Mertz aus der aktuellen Nachwuchswerbekampagne. Die stabilen Ausbildungszahlen in der Gartenbaubranche seien ein gutes Ergebnis, auf dem aufgebaut werden müsse. Die Bemühungen um qualifizierten Nachwuchs sollen mit einer Fortsetzung der Kampagne fortgesetzt werden.

Weitere Themen, die den Verband und die Branche im Jahr 2015 beschäftigen werden, umfassen die Ausgestaltung des flächendeckenden Mindestlohns, die schwierige Marktsituation für den deutschen Apfel und die zugesagte bundespolitische Förderung der Energieeffizienz im Gartenbau. Zudem sei die Situation bei der Harmonisierung von Pflanzenschutzmittelzulassungen weiterhin unbefriedigend. Das Thema „Grün in der Stadt“ bleibt auch nach dem Ende von Entente Florale auf der Agenda des Verbandes. Mertz kündigte an, dass der ZVG sich dieser Thematik weiterhin annehmen werde.

Perspektiven zur Zukunft des Pflanzenschutzes

Im zweiten Teil der Sitzung widmete sich das Präsidium der Zukunft des Pflanzenschutzes. Gastreferenten stellten ihre Perspektiven dar und beantworteten Fragen. Prof. Dr. Böhmer von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen betonte die Bedeutung eines funktionierenden harmonisierten Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel und wies auf erheblichen Nachholbedarf hin. Dr. Waldow vom Julius Kühn-Institut erläuterte die Herausforderungen von Lückenindikationen. Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen) gab einen kontroversen Blick auf die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln und mahnte, die Gefahren der Nutzung von Pestiziden nicht außer Acht zu lassen.

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