Herausforderungen und Geschäftsentwicklung im Zierpflanzenbau
Matthias Bremkens, Vorsitzender des BVZ, thematisierte auf der internen Delegiertentagung die Folgen der sommerlichen Dürre und Hitze. Eine vom ZVG durchgeführte Umfrage zur Betroffenheit im Gartenbau ergab, dass nahezu 50 Prozent der Rückmeldungen von Zierpflanzenbetrieben stammten. Obwohl die Betroffenheit regional unterschiedlich ausfiel, erhöhte sich der Arbeitsaufwand für alle Betriebe durch die extremen Wetterbedingungen. Die Ergebnisse der Geschäftsklimaumfrage unterstreichen den Einfluss des Wetters auf den Absatz von Zierpflanzen.
Nach einem stabilen Geschäftsverlauf im Jahr 2017 war das Jahr 2018 von starken Schwankungen geprägt. Dennoch zeigte sich im Jahresvergleich ein positiver Trend, der durch Rückmeldungen aus den Regionen bestätigt wurde.
Förderprogramme und Risikovorsorge für die Branche
Bremkens äußerte sich positiv über die Resonanz auf das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz, auch aus dem Zierpflanzenbau. Die ursprünglich für die zweite Förderperiode vorgesehenen Mittel von 65 Millionen Euro waren bereits Anfang 2018 ausgeschöpft. Eine zusätzliche Bereitstellung von 8 Millionen Euro für 2018 wurde als weitsichtige politische Entscheidung für Investitionen in einen energieeffizienten Gartenbau gewertet. Die zugesagte Verlängerung des Programms bis 2021 wird als Erfolg des Engagements von ZVG und BVZ betrachtet.
Fortschritte gibt es zudem bei den Bemühungen des ZVG, eine Absicherung für Gartenbauunternehmen gegen Schäden durch Quarantäneorganismen zu etablieren. Die Forderung des BVZ nach Unterstützungsmaßnahmen zur betrieblichen Risikovorsorge wird weiterhin intensiv mit der Politik diskutiert.
Fachkräftemangel und Nachwuchsförderung im Fokus
Der Fachkräftemangel stellt auch im Zierpflanzenbau ein drängendes Problem dar. Die Ausbildung von Fachkräften ist ein zentrales Anliegen. Die Delegierten erörterten mit Anja Hübner, der Nachwuchskoordinatorin des ZVG, die Potenziale der Kampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ sowie die branchenweiten Nachwuchswerbeaktivitäten. Dabei wurde die Notwendigkeit betont, dass Unternehmen eigene Impulse zur Nachwuchsgewinnung setzen.
