Gemeinsamer Auftritt für den deutschen Gartenbau
Das Präsidium des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) hat seine Absicht bekräftigt, die Interessenvertretung des deutschen Gartenbaus zu bündeln. Ziel ist ein gemeinsamer Auftritt gegenüber Politik und Gesellschaft.
Hierfür ist eine verbesserte, abgestimmte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Verbänden des Gartenbaus erforderlich. Das Präsidium ist der Auffassung, dass eine engere Kooperation und ein gemeinsamer gesellschaftlicher sowie politischer Auftritt realisierbar sind, ohne dass bestehende Verbandsstrukturen unmittelbar aufgelöst oder neu geordnet werden müssen.
Die Diskussion im Präsidium zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit hat im Ergebnis gezeigt, dass kleine Taten, die man ausführt, besser sind als große, die man plant. Von daher gilt es jetzt, gemeinsam mit den potentiellen Partnern den nächsten Schritt zu gehen und eine geeignete Plattform für einen gemeinsamen Auftritt zu entwickeln und zu etablieren. Wir sind für alle Ideen offen, die uns dem Ziel näher bringen.
ZVG-Präsident Herker äußerte die Vorstellung eines gemeinsamen Arbeitsgremiums, dem Vertreter der Bundesfachverbände angehören und die Interessen der Landesverbände berücksichtigt werden. In diesem Gremium sollen gemeinsam zu bearbeitende Themen konkretisiert sowie Aktivitäten und Initiativen, wie gemeinsame Veranstaltungen, geplant und realisiert werden.
In einem ersten Schritt können dies gemeinsame Tagungen von Gremien, wie z. B. Präsidien oder Vorstände sein.
Arbeitsweise und Themen der Zusammenarbeit könnten in einer gemeinsamen Erklärung oder Vereinbarung aller beteiligten Verbände konkretisiert und verbindlich geregelt werden. Das ZVG-Präsidium betrachtet dies als einen Vertrauensbildungsprozess, an dessen Ende neue Verbandsstrukturen entstehen könnten.
Präsidentenwahl im September: Zwei Kandidaten treten an
Im September findet in Berlin die ZVG-Mitgliederversammlung statt, bei der ein neuer Präsident gewählt wird. Auf der Präsidiumssitzung des ZVG am 22. März 2012 in Bonn haben sowohl der amtierende Präsident Heinz Herker, dessen Amtszeit im September endet, als auch Vizepräsident Jürgen Mertz ihre Kandidatur für diese Führungsposition angekündigt.