Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Im Rahmen der 10. ordentlichen Mitgliederversammlung Mitte Januar hat der Europäische Fachverband für Erosionsschutz und Begrünung e.V. (EFEB) Prof. Martin Bocksch mit sofortiger Wirkung zu seinem Geschäftsführer bestellt. Der bisherige geschäftsführende Vorsitzende und Mitgründer des drei Jahre alten Verbandes, Lars Obernolte, konnte diese Funktion aufgrund einer beruflichen Veränderung nicht mehr wahrnehmen und wurde mit großem Dank für seine Verdienste um die junge Organisation verabschiedet.

Holger Neisser

Prof. Martin Bocksch (Fotos: EFEB)

Prof. Bocksch hat eine Professur an der Hochschule Geisenheim University im Rheingau. Neben seiner Tätigkeit an der Hochschule ist er als unabhängiger Berater und Gutachter für Rollrasen, Rasensportanlagen und andere Grünflächen in Deutschland und dem benachbarten Ausland tätig. Er wirkt im Vorstand der Deutschen Rasengesellschaft (DRG) und ist Verbandsreferent des Deutschen Rollrasen Verbandes (DRV). Zudem ist er ein gefragter Referent auf Seminaren und Vortragsveranstaltungen rund um Rasen und Pflanzenschutz.

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Holger Neisser, Fa. Internationale Geotextil GmbH (IGG), Schmallenberg (Sauerland), wurde zum neuen Vorsitzenden des EFEB gewählt. Neu im Vorstand ist Ronald Schröck, Fa. Schröck-Landschaftsbau, Müncheberg, als stellvertretender Vorsitzender. Schatzmeister bleibt Joachim Meyer, Fa. MST, Twistringen.

Zu den ersten Aufgaben von Prof. Bocksch wird es gehören, die Leitfäden, die der Verband zu seinen drei Hauptarbeitsfeldern (Sicherungsbau, Begrünung, Geotextilien) entwickelt hat, fertigzustellen und den EFEB einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch eine Präsentation des aktuellen Sachstandes der sich im Entwurf befindlichen Norm prEN 189224 „Geosynthetics – Characteristics required for use in Surface Erosion Control on Slopes and Banks“ durch Helmut Kroth, Fa. Tensar International GmbH, Bonn.

Im EFEB bilden Planer, Bauherrn, Hersteller, Händler, Verarbeiter und ausführende Unternehmen einen starken, interdisziplinären Interessenverband und entwickeln praxisgerechte Lösungen und Maßnahmen rund um Erosionsschutz und Begrünung. Spezialisten aus den verschiedensten Fachgebieten in diesem Themenfeld unterstützen sie in diesem Vorhaben.

Der EFEB verfolgt dabei die Idee, Umwelt und Bauwerk nicht als Gegensatz, sondern als Chance für Lösungen zu verstehen, die zukünftige Umweltressourcen schonen und die Lebensgrundlagen der Menschheit erhalten und fördern helfen.

In einem zusammenwachsenden Europa verfolgt der Verband seit Beginn konsequent den europäischen Gedanken, denn Erosionsprobleme machen vor Ländergrenzen nicht Halt.

 

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