Pflanzen und Pflanzenteile

Ackerbaustrategie des BMEL: Raps als Schlüsselkultur für resiliente Anbausysteme

Das BMEL entwickelt eine Ackerbaustrategie, um den Herausforderungen im Ackerbau zu begegnen. Raps spielt dabei eine zentrale Rolle für resiliente Anbausysteme und vielfältigere Fruchtfolgen. Innovationen und internationale Vernetzung sind entscheidend.

BMEL-Strategie für zukunftsfähigen Ackerbau

Der Ackerbau steht vor ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Um diesen zu begegnen, sind Innovationen und eine stärkere internationale Vernetzung der Forschungsaktivitäten erforderlich. Dies betonte Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung und Landschaft (BMEL), anlässlich der Eröffnung des 15. Internationalen Rapskongresses in Berlin.

Daher ist es sehr erfreulich, dass heute mehr als 900 hochkarätige internationale Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu einem intensiven Austausch nach Berlin gekommen sind. Wichtig ist es, dass wir Innovationen erfolgreich vorantreiben, aber auch gezielter und schneller in die Praxis umsetzen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird diesen Prozess in Deutschland unterstützen. Dazu wird u.a. eine Ackerbaustrategie entwickelt die Lösungsansätze für die künftigen Herausforderungen aufzeigen soll.

Dazu gehören vielfältigere Fruchtfolgen auf unseren Flächen, um die Anbausysteme widerstandsfähiger zu machen, um Resistenzen besser vorzubeugen und auch um die Artenvielfalt der Agrarlandschaft zu erhöhen. Aufgrund seines hohen Vorfruchtwertes ist der Raps eine geeignete Kulturart zur Auflockerung der Fruchtfolge. Wir brauchen resiliente Pflanzensorten, die die Grundlage des integrierten Pflanzenbaus sind. Und bei all diesen Themen darf die Wettbewerbsfähigkeit des Ackerbaus nicht aus dem Blick geraten.

Das BMEL plant einen breiten Diskussionsprozess zur Akzeptanzsicherung dieser Strategie. Dabei sollen die landwirtschaftliche Praxis, Verbände, Wissenschaft und die Öffentlichkeit einbezogen werden. Ziel ist es, Erfahrungen und Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen frühzeitig in die geplante Strategie einfließen zu lassen.

Viele Herausforderungen bestehen und müssen gelöst werden. Dafür brauchen wir einen breiten Ansatz und die Diskussionsbereitschaft und Kompromissfähigkeit vieler Gruppen.

Internationaler Rapskongress als Plattform für den Austausch

Der 15. Internationale Rapskongress (IRC) gilt als eine bedeutende internationale wissenschaftliche Veranstaltung zum Thema Raps. Nach 45 Jahren findet der IRC erstmals wieder in Deutschland statt. Experten aus aller Welt diskutieren aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Rapsmarkt.

Während der viertägigen Konferenz werden Vorträge zu Neuentwicklungen im Bereich Raps präsentiert. Diese umfassen Themen wie Genetik, Züchtung, Anbau, Pflanzenschutz, Verwertung in Lebens- und Futtermitteln sowie als nachwachsender Rohstoff. Spezielle Workshops bieten zudem die Möglichkeit, thematische Schwerpunkte intensiv mit den Akteuren zu erörtern. Im Anschluss an den Kongress sind bundesweite Exkursionen in die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern geplant.

17.06.2019

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