Bäume

BdB fordert Priorisierung grüner Infrastruktur

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) mahnt, grüne Infrastruktur zu priorisieren, um Deutschland auf den Klimawandel vorzubereiten. Dies sei entscheidend für Stadtklima, Gesundheit und Artenvielfalt. Investitionen in Milliardenhöhe sind nötig.

Klimawandel als Herausforderung für Deutschland

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. mahnt anlässlich der abgeschlossenen Sondierungen von Union und SPD sowie des angekündigten Infrastrukturpakets, die grüne Infrastruktur zu priorisieren. Dies sei notwendig, um Deutschland auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten.

Zu den Bedrohungen für unser Land zählen nicht nur fremde Mächte. Auch der Klimawandel bleibt eine der großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Der Bund deutscher Baumschulen als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Umweltökonomie fordert daher, das 500 Milliarden schwere Investitionspaket nicht nur in die graue, sondern auch in die grüne Infrastruktur zu stecken.

Dies erklärte Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB. Allein für die Ertüchtigung der Stadtbegrünung, die für das Stadtklima, die Gesundheit der Bevölkerung und die biologische Vielfalt von Bedeutung ist, werden bis zu fünf Milliarden Euro veranschlagt. Zur Erfüllung der Vorgaben des europäischen Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur seien in den nächsten zehn Jahren weitere Milliardeninvestitionen erforderlich.

Investitionen in wassersensible Stadtentwicklung

Als Zielgröße wird eine Beschattung der Stadtflächen von dreißig Prozent mit Bäumen anvisiert. Um das zu erreichen, müssen unsere Kommunen, von den kleinen Gemeinden bis zu den Millionenstädten, umgebaut werden. Schwammstadt oder wassersensible Stadt sind hier die Schlagworte. Dafür müssen sicher noch einmal bis zu zehn Milliarden Euro bereitgestellt werden. Wie in den Sondierungsergebnissen der Parteien richtig festgehalten, können die Kommunen solche Infrastrukturleistungen nicht aus ihren Haushalten finanzieren. Das Erreichen der finanziellen Grenzen sehen wir als Branche heute schon, wenn es um den Erhalt der grünen Infrastruktur geht.

Guhl betonte, dass die Kommunen die notwendigen Infrastrukturleistungen nicht aus eigenen Mitteln finanzieren könnten. Der BdB fordert für die anstehenden Koalitionsverhandlungen eine explizite Fokussierung auf diesen Investitionsbereich, um langfristige Bedrohungen durch den Klimawandel abzuwehren.

Denn wie im Bereich der Verteidigung kann man die grüne Infrastruktur nicht von heute auf morgen ertüchtigen. Bäume brauchen Zeit zum Wachstum. In die grüne Rendite von morgen muss heute investiert werden.

07.03.2025

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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Deutschland

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