Freigabe für umweltfreundlichen Betrieb der 400D und 1100D Serien
Perkins wird Motoren vorstellen, die für den Betrieb mit Biodiesel B20 freigegeben sind. Diese Kraftstoffmischung besteht aus Dieselkraftstoff und einem 20-prozentigen Anteil an Biodiesel. Die Freigabe betrifft Motoren der Reihen 400D und 1100D, die den Emissionsrichtlinien der Tier 3 / Stufe III A entsprechen.
Perkins informiert Erstausrüster und Endkunden über die Akzeptanz von B20 gemäß der Europäischen Norm EN14214. Dies gilt für alle Motoren der Serien 400 und 1100 im Leistungsbereich von 10,2 kW bei 3600 U/min bis 205 kW bei 2200 U/min. Eine Betriebsanleitung zur Nutzung von Biodiesel wird alle Einzelheiten zusammenfassen.
Wartung und Garantie bleiben erhalten
Beim Einsatz von Biodiesel B20 bleiben die Wartungsintervalle von 500 Stunden sowie die Garantiezeit von zwei Jahren unverändert. Die Freigabe der Motoren für den Betrieb mit B20 beginnt im April mit der 400D Serie, gefolgt von der 1100D Serie im Mai. Weitere Modelle sollen im Laufe des Jahres folgen.
Perkins arbeitet derzeit mit Erstausrüstern an einem 12-monatigen Forschungsprojekt zur Erprobung von Biodiesel B20 für Stufe 3 Motoren. Erste Ergebnisse deuten auf einen störungsfreien Betrieb hin.
Eigenschaften von Biodiesel B20
Biodiesel weist einen 8 bis 10 Prozent niedrigeren spezifischen Energiegehalt auf als konventioneller Dieseltreibstoff. Im praktischen Betrieb fällt dieser Unterschied jedoch geringer aus, da andere günstige Kennwerte des Biodiesels einen effizienteren Motorbetrieb ermöglichen.
Wichtige Leistungskriterien wie spezifischer Kraftstoffverbrauch, Leistung und Drehmoment sollen im Vergleich zu den Werten bei Nutzung der aktuellen 5-Prozent-RME-Beimischung weitgehend unverändert bleiben. Neben der CO2-Reduzierung ist die biologische Abbaubarkeit ein weiteres Kriterium zur Reduzierung der Umweltbelastung. Tests haben gezeigt, dass 98 Prozent Biodiesel innerhalb von 30 Tagen abgebaut werden. Ein Auslaufen ins Erdreich gilt somit als unproblematisch.
Da Biodiesel im Vergleich zu konventionellem Dieselkraftstoff eine stärkere Tendenz zur Oxidation aufweist, muss er sorgfältig behandelt und in luftdichten Tanks gelagert werden, ähnlich wie Mineraldiesel.
Durch das wachsende Interesse an Biodiesel, dessen Produktion beiderseits des Atlantiks stetig ansteigt, ist es an der Zeit, dass Perkins zu diesem Thema Stellung bezieht. Erstausrüster vertrauen auf unsere Führungsstärke. Gemeinsam mit ihnen erforschen wir das Potential von Biodiesel als langfristige Alternative zu den gegenwärtigen Kraftstoffarten.
