Gartengestaltung

Blühende Hecken: Farbe und Vielfalt im Garten

Blühende Hecken sind eine attraktive Alternative zu rein grünen Abgrenzungen und fördern die Artenvielfalt. Sie dienen als Sichtschutz, bieten Insekten Nahrung und sind in vielen robusten, blühfreudigen Sorten erhältlich.

Gestaltung und Nutzen von Blühhecken im Detail

Für Blühhecken werden Laubsträucher in einer Reihe gepflanzt und regelmäßig geschnitten. Einige Sorten sind sommergrün, andere entwickeln nicht die Dichte typischer Heckenpflanzen. Ihre Hauptattraktion ist die Blütezeit. Eine Hecke aus Bauernhortensien (Hydrangea) beispielsweise bietet von Juni bis September einen dichten Blütenflor.

Wird eine einzelne Sorte verwendet, entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Kombination verschiedener Sträucher mit unterschiedlichen Blütezeiten sorgt für einen abwechslungsreichen Sichtschutz und bietet Bestäubern über die gesamte Saison hinweg Nahrung. Die Auswahl an geeigneten Sträuchern ist umfangreich.

Geeignete Gehölze für Blühhecken

Der Feuerdorn (Pyracantha) ist ein immergrüner Strauch, der für seine gelben, orangen oder roten Beeren geschätzt wird. Sein dichter Wuchs und die Dornen bilden eine undurchdringliche Hecke. Die weißen Schirmrispen blühen im Mai und Juni und ziehen Bienen sowie andere Insekten an.

Auch die Berberitze (Berberis) besitzt dornige Triebe. Die Sträucher lassen sich gut in Form schneiden und sind je nach Sorte wintergrün. Für Hecken eignet sich unter anderem die sommergrüne Thunbergs Berberitze, die anspruchslos und stadtklimafest ist. Größer wachsende Arten wie die Großblättrige Berberitze werden von Vögeln für den Nestbau genutzt. Berberitzen-Blüten liefern Nektar und Pollen; die roten Beeren einiger Arten sind essbar.

Die Früchte der Heckenkirsche (Lonicera) sind für Vögel genießbar. Dieser pflegeleichte Strauch erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern. Das frische Grün der Blätter kontrastiert mit den gelben Blüten, die von Mai bis Juni erscheinen. Die Weigelie (Weigela) ist mit ihren überhängenden Blütenbüscheln sowohl als Solitär als auch als Heckenpflanze geeignet. Ihre trompetenförmigen Blüten in Rot, Rosa oder Weiß sind eine Nahrungsquelle. Mit einer maximalen Höhe von unter zwei Metern bleibt eine Weigelien-Hecke vergleichsweise klein.

Der Bauernjasmin (Philadelphus), auch Europäischer Pfeifenstrauch genannt, verdankt seinen Namen dem intensiven Duft seiner weißen Blüten, die von Juni bis Juli erscheinen. Er wächst schnell und bildet im Alter überhängende Seitentriebe. Von Mai bis Juni begeistert er mit zahlreichen weißen, leicht duftenden Blüten und gilt als hitzeverträglich.

Spieren (Spiraea) sind in verschiedenen Variationen für Blütenhecken erhältlich. Die Brautspiere wächst dichtbuschig und zeigt von Mai bis April schneeweiße Blütendolden. Die Japanische Strauchspiere blüht ebenfalls weiß, wächst sehr dicht und erreicht bis zu zwei Meter Höhe. Sie ist anpassungsfähig und für sonnige sowie halbschattige Standorte geeignet.

Der Fingerstrauch (Potentilla) gehört zu den Rosengewächsen und eignet sich für niedrige Hecken. Er ist anspruchslos und gut schnittverträglich. An sonnigen Standorten blüht er von Juni bis Oktober mit weißen, gelben oder orangen Blüten.

Auch einige Rosen (Rosa) eignen sich als Blühhecke, darunter die Schottische Zaunrose, die Dünenrose und die einheimische Wildrose. Sie bieten nicht nur Blüten, sondern im Herbst auch Hagebutten.

Pflanzung und Pflege

Für eine zehn Meter lange Hecke werden etwa zehn Gehölze benötigt. Bei gemischten Hecken empfiehlt es sich, mindestens zwei Exemplare pro Sorte in einer Reihe zu pflanzen, um eine Wiederholung zu erzielen. Wichtig ist die Standortwahl und bei gemischten Hecken die Berücksichtigung einer annähernd gleichen Wuchshöhe und -breite.

Blütenhecken werden entweder im Spätsommer nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr geschnitten. Die beste Pflanzzeit für eine kräftige erste Blüte ist der frühe Herbst.

22.08.2024

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