Einkaufsmanagerindex signalisiert stabiles Wachstum trotz globaler Unsicherheiten
Die deutsche Industrie zeigt weiterhin eine robuste Entwicklung. Der saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanagerindex liegt aktuell bei 53,8 Punkten und damit weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten sowie über dem Langzeitdurchschnitt von 51,9.
Seit inzwischen 20 Monaten signalisiert der Index damit ein kontinuierliches Wachstum im verarbeitenden Gewerbe. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vormonat bleibt die Grundtendenz positiv.
Optimismus trotz globaler Unsicherheiten
„Das robuste Wachstum der deutschen Industrie stimmt uns auch für die kommenden Monate optimistisch. Allerdings dürfen wir die globalen Risiken nicht aus den Augen verlieren“
Internationale Krisen wirken sich zunehmend auf Lieferketten aus und erschweren den Zugang zu Beschaffungsmärkten. Besonders Einkäufer stehen vor Herausforderungen durch geopolitische Entwicklungen und volatile Rahmenbedingungen.
Brexit und internationale Märkte im Blick
„Auch nach dem Votum der Briten, die EU zu verlassen, zeigt sich die deutsche Wirtschaft laut jüngstem EMI robust“
Großbritannien bleibt ein bedeutender Handelspartner, auch wenn dort wirtschaftliche Abschwächungen erwartet werden. Gleichzeitig sorgen stabile Entwicklungen in anderen Märkten, insbesondere innerhalb der Eurozone, für Ausgleich.
Für die kommenden Jahre wird ein moderates Wachstum von rund 1,5 Prozent prognostiziert. Dennoch könnten Wechselkursentwicklungen und schwächere Konjunkturen in wichtigen Exportmärkten kurzfristig belasten.
Rahmenbedingungen bleiben entscheidend
„Die Konjunktur entwickelt sich bei allen Belastungen bemerkenswert robust. Allerdings bilden die politischen Rahmenbedingungen weiterhin Störpotenzial für die Wirtschaft.“
Auch aus Sicht von Wirtschaftsexperten bleibt die Lage stabil, wenngleich politische Unsicherheiten weiterhin Risiken bergen. Die Entwicklung wichtiger Exportmärkte wie der USA wird dabei aufmerksam beobachtet.
„Die kommenden Monate werden allerdings schwieriger“
Insgesamt zeigt sich die Industrie widerstandsfähig, steht jedoch vor einem anspruchsvolleren Umfeld in der zweiten Jahreshälfte.
Einkaufsmanagerindex als Frühindikator
Der Markit/BME Einkaufsmanagerindex gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Er basiert auf monatlichen Befragungen von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der Industrie.
Die Kennzahl liefert zeitnahe Einblicke in Produktionsentwicklung, Auftragseingänge und Beschäftigung und dient Unternehmen als Orientierung für strategische Entscheidungen.
