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Grüne Woche als Plattform für Dialog und Lösungen im Gartenbau

Die Grüne Woche 2024 bot eine wichtige Plattform für den Dialog in der Landwirtschaft. Bundesminister Cem Özdemir betonte die Bedeutung der Messe für die Branche und hob die gemeinsamen Anstrengungen zur Bewältigung von Herausforderungen hervor.

Bilanz der Grünen Woche: Erfolge und Herausforderungen

Die 89. Ausgabe der Grünen Woche, die internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin, endete am Sonntag. Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hob zum Abschluss die Bedeutung der Messe für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sowie den Gartenbau hervor.

Die Grüne Woche war auch dieses Jahr ein beeindruckendes Schaufenster für die Vielfalt unserer Land-, und Ernährungswirtschaft sowie des Gartenbaus – und ein Ort des Dialogs. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen wie der Maul- und Klauenseuche zeigt sich: Wenn Politik, Praxis und Wissenschaft an einem Strang ziehen, können wir Krisen gemeinsam bewältigen und Lösungen finden. Das haben die vielen Gespräche in den Messehallen unter dem grünerleuchteten Funkturm eindrucksvoll gezeigt.

Entwicklungen und Herausforderungen seit 2021

Seit 2021 wurden laut Özdemir wichtige Schritte unternommen. Dazu zählen die Einführung der Tierhaltungskennzeichnung und das Bundesprogramm Tierhaltung. Zudem wurden Landwirte von Bürokratie entlastet und der klimagerechte Waldumbau vorangetrieben. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung, gemeinsam mit Groß- und Einzelhandelsunternehmen, setzte neue Standards.

Die Legislaturperiode war auch von Herausforderungen geprägt. Der Krieg in der Ukraine verdeutlichte den Zusammenhang zwischen Ernährungssicherheit und Friedenspolitik. Extremwetter belastete viele Betriebe, und die Bauernproteste machten die Notwendigkeit von Verlässlichkeit in der Agrarpolitik deutlich. Gemeinsam seien Lösungen gefunden und Weichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und eine starke Wertschöpfungskette gestellt worden.

Zukunftsperspektiven und Konsens

Die Arbeit soll fortgesetzt werden, basierend auf den Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft und der Borchert-Kommission. Özdemir betonte, dass ein Sparen beim Klima- und Umweltschutz nicht zu einer Verbesserung der Branche führe, sondern dem Konsens zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Ernährungsbranche und Umweltseite widerspreche.

Es sei an der Zeit, die Leistungen der Landwirte für Tierwohl, Artenvielfalt und Klimaschutz auch ökonomisch zu honorieren. Dies sichere nicht nur die Ernten von morgen und die Ernährung künftiger Generationen, sondern gebe den Höfen auch eine wirtschaftliche Perspektive.

Die Grüne Woche zeige, was durch gemeinsames Handeln möglich ist. Dieses Miteinander sei notwendig, um die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen und die Gesellschaft zu stärken.

24.01.2025

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