Marktentwicklung und Topseller im Überblick
Der Gesamtmarkt für Blumen und Pflanzen verzeichnete 2023 einen leichten Umsatzrückgang. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) sank der Umsatz auf 8,6 Milliarden Euro zu Einzelhandelspreisen, was einem Minus von knapp 4 Prozent entspricht. Im Vergleich zu anderen Branchen schnitt der Markt damit besser ab. Die führenden Produkte in den einzelnen Segmenten konnten ihre Positionen behaupten.
„Das Jahr war wieder herausfordernd, das Wetter uns nicht immer gewogen, letztlich hat der Verbraucher aber auch in 2023 wieder durch seine Einkäufe bestätigt, dass Blumen und Pflanzen im Alltag unverzichtbar sind.“
Dies erklärte Frank Werner, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen im Zentralverband Gartenbau (ZVG).
Entwicklung bei Beet- und Balkonpflanzen
Für Beet- und Balkonpflanzen gaben Verbraucher in Deutschland durchschnittlich gut 20 Euro aus. Die Sommerheide führte die Top 10 des Herbstsortiments zum neunten Mal in Folge an und verbesserte ihren Anteil im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte. Auch Geranien und Stiefmütterchen auf den Plätzen zwei und drei konnten ihre Anteile steigern.
Petunien und Chrysanthemen tauschten die Plätze vier und fünf, da Petunien eine schwächere Performance zeigten. Frühlingsprimeln fielen um zwei Plätze auf Rang neun zurück. Husarenköpfe und Verbenen verpassten erneut knapp den Einzug in die Top 10.
Zimmerpflanzen: Blühend und Grün
Die Pro-Kopf-Ausgaben für Zimmerpflanzen sanken leicht: Für blühende Pflanzen auf gut 6 Euro und für grüne Pflanzen auf rund 3 Euro. Bei den blühenden Zimmerpflanzen hatte dies keine Auswirkungen auf die Top-Liste. Orchideen führten die Top 10 weiterhin mit 31 Prozent der Ausgaben an, trotz eines Verlusts von rund einem Prozentpunkt. Weihnachtssterne behielten mit 10 Prozent und Platz zwei ihre Position, obwohl ihre Saison kurz ist. Azaleen und Zimmerprimeln schafften es erneut nicht in die Top 10.
Im Segment der grünen Zimmerpflanzen bauten Kakteen und Sukkulenten ihre Spitzenposition um weitere sechs Prozentpunkte aus und belegten mit 19 Prozent den ersten Platz. Blattschmuckpflanzen hielten trotz schwächerer Leistung den zweiten Platz. Zimmerbäume und Palmen tauschten ihre Plätze. Bonsai und Ficus verpassten knapp den Einzug in die Top 5.
Schnittblumenmarkt
Die Pro-Kopf-Ausgaben für Schnittblumen sanken auf rund 36 Euro. Rosen festigten ihre Vormachtstellung und belegten 2023 mit 41 Prozent den ersten Platz, was einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten entspricht. Die nachfolgenden Saisonartikel hielten ihre Plätze bis einschließlich Rang fünf stabil. Amaryllis zeigten eine starke Performance und verdrängten die witterungsbedingt beeinträchtigten Lilien von Platz sechs.


