Würdigung eines Branchenpioniers und seine Verdienste
Der Garten- und Landschaftsbau trauert um Hansjörg Sandler. Der ehemalige Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) verstarb am 3. März 2016 im Alter von 69 Jahren. Sandler, gebürtiger Freiburger und Inhaber eines Fachbetriebes für Schwimmteiche, war eine zentrale Figur in der Entwicklung des Berufsstandes, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.
Hansjörg Sandler gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes Garten- und Landschaftbau Baden-Württemberg e.V. und prägte die Region Südlicher Oberrhein maßgeblich als deren Vorsitzender von 1978 bis 1989. Sein Engagement erstreckte sich auch auf die Landesgartenschau in Freiburg im Jahr 1986, die er aktiv mitgestaltete.
Engagement im BGL und wegweisende Impulse
Auf Bundesebene war Sandler von 1987 bis 1997 im BGL-Präsidium tätig, ab 1989 als Vizepräsident. In dieser Zeit engagierte er sich besonders in den BGL-Ausschüssen für Landschaftsgärtnerische Fachgebiete, Normen und Sportplatzbau. Sein Wirken ging jedoch weit über seine offiziellen Funktionen hinaus.
Als Diplom-Ingenieur und Landschaftsgärtner zeichnete sich Hansjörg Sandler durch seine Fähigkeit aus, die Branche mit neuen Ideen und Beiträgen zum Nachdenken anzuregen. Er setzte sich frühzeitig für die Erschließung neuer Märkte ein, beispielsweise durch die Förderung von Pflanzenkläranlagen als ökologische Alternative zur Abwasserbehandlung. Zudem betonte er die Notwendigkeit, betriebswirtschaftliche Überlegungen stärker in die Unternehmensführung zu integrieren.
Neben seinem berufsständischen Engagement war Hansjörg Sandler ein Vierteljahrhundert lang Mitglied des Freiburger Gemeinderats für die CDU. Der Garten- und Landschaftsbau verliert mit ihm eine prägende Persönlichkeit, deren großartiges Wirken und dessen Beiträge noch lange in Erinnerung bleiben werden.
