Die Bedeutung gärtnerischer Vielfalt für Bestäuber
Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) unterstreicht die essenzielle Rolle gärtnerischer Produkte für die Förderung von Bienen und anderen Bestäuberinsekten. Diese Bedeutung wurde anlässlich des Weltbienentages hervorgehoben.
ZVG-Präsident Jürgen Mertz erläutert, dass eine Vielzahl von Pflanzenarten überlebenswichtigen Nektar und Pollen bereitstellt. Dazu zählen Stauden, Frühblüher, Beet- und Balkonpflanzen, Küchenkräuter sowie Obst- und Ziergehölze. Die wissenschaftliche Bestätigung dieser Funktion liegt bereits in mehreren Studien vor.
Ein Beispiel hierfür sind konventionell bewirtschaftete Obstanlagen, in denen über 80 verschiedene Wildbienenarten nachgewiesen wurden. Bemerkenswert ist, dass viele dieser Arten auf der Roten Liste stehen. Auch Spargelfelder dienen nach dem Frühjahr als wichtige Nahrungsquelle: Von Juni bis August bieten ihre Blüten Bestäuberinsekten eine wertvolle Versorgung.
Mertz betont, dass es keine sogenannten bestäuberschädlichen Pflanzen gibt. Selbst gefüllte und züchterisch bearbeitete Blüten werden von Insekten angeflogen. Obwohl bei zunehmendem Füllungsgrad der Pollen später und über einen kürzeren Zeitraum verfügbar ist, stellt er dennoch eine wichtige Ergänzung im Nahrungsangebot dar.
Auch im privaten Bereich kann jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Nektar- und Pollenweiden auf dem Balkon oder der Fensterbank sind hierfür geeignete Maßnahmen. Besonders in blütenarmen Perioden verlängern entsprechende Blühpflanzen das Nahrungsangebot für Insekten erheblich. Der gärtnerische Fachhandel bietet hierfür die notwendige Pflanzen-Ausrüstung und fachkundige Beratung.

