Vielfältige Anfragen und kuriose Fälle am Gartentelefon
Das Team des Gartentelefons befasst sich mit klassischen Problemen wie Schnecken, Läusen und Wühlmäusen. Es gibt jedoch auch ungewöhnliche Anfragen. So wurde beispielsweise gefragt, ob es eine „Anti-Baby-Pille“ für Birnenbäume gibt oder ob Männerurin als Biodünger geeignet ist. Auch die Frage, warum „der Ploberger nicht blüht“, gehört zu den kurioseren Fällen, wobei sich „der Ploberger“ als eine Rosensorte herausstellt, die nach dem Biogärtner Karl Ploberger benannt ist.
Die Expertinnen und Experten stehen von Montag bis Freitag über vier Leitungen zur Verfügung, um private Gartenbesitzer zu beraten.
Häufige Gartenschädlinge und deren Bekämpfung
Zu den am häufigsten diskutierten Themen gehören Schädlinge wie die Spanische Wegschnecke, die besonders bei feuchtem Wetter auftritt, sowie Blattläuse, die im Frühjahr Triebe befallen, und der Buchbaumzünsler, der ganze Sträucher kahlfressen kann.
Jährlich haben wir am Telefon, per Mail oder in persönlichen Gesprächen rund 40.000 Anfragen, der Großteil kommt aus Niederösterreich, aber es gab auch eine Anfrage aus Neuseeland. Gerade im April und Mai laufen die Drähte bei uns heiß. Oftmals ist die Lösung simpel. Beim Topthema Schnecken schaffen Absammeln, ein Schneckenzaun, Laufenten oder umweltfreundliches Schneckenkorn Abhilfe.
So Elisabeth Koppensteiner, Leiterin des „Natur im Garten“ Gartentelefons. Wühlmäuse treten aufgrund ihrer Vermehrungszyklen nur etwa alle sechs bis sieben Jahre als Problem auf und können in diesen Phasen bis zu 200 Anrufe täglich verursachen.
Bodenpflege als Prävention gegen Gartenprobleme
Obwohl Ferndiagnosen bei komplexen Fragen schwierig sind, können die Experten zumindest Schädlinge ausschließen, die nur in anderen Kontinenten vorkommen. Um Problemen vorzubeugen, wird empfohlen, den Boden gesund und vital zu halten. Ein aktives Bodenleben ist die Grundlage für ein gesundes Wachstum, da es im Boden gebundene Nährstoffe schnell umsetzt und für die Kulturpflanzen verfügbar macht.
Kompost und organische Dünger tragen langfristig zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei und versorgen die Pflanzen ausgewogen mit Nährstoffen. Im Gegensatz dazu sind chemisch-synthetische Dünger wasserlöslich und werden direkt von den Pflanzen aufgenommen, was das Bodenleben beeinträchtigen und die Bodenfruchtbarkeit mindern kann.
