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Lkw-Verkehr: Fachkräfte im Gütertransport unterdurchschnittlich entlohnt

Eine Analyse des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass Fachkräfte im Gütertransport in Deutschland vergleichsweise gering entlohnt werden. Dies steht im Kontrast zur wachsenden Bedeutung der Branche.

Geringe Verdienste trotz hoher Relevanz

Im Jahr 2020 erhielten Fachkräfte im Gütertransport in Vollzeit durchschnittlich 14,21 Euro brutto pro Stunde. Angelernte Kräfte, also Lkw-Fahrende ohne entsprechenden Ausbildungsabschluss, verdienten im Schnitt 12,91 Euro.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte in der Wirtschaft insgesamt lag bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro. Monatlich bedeutet dies für ausgebildete Berufskraftfahrer einen Durchschnittsverdienst von 2.623 Euro brutto. Dies sind gut 660 Euro weniger als Beschäftigte mit vergleichbarer Ausbildung und Berufserfahrung in der Gesamtwirtschaft verdienten (3.286 Euro).

Angelernte Kräfte im Gütertransport verdienten durchschnittlich 2.313 Euro brutto im Monat. In der Wirtschaft insgesamt lag der Durchschnittsverdienst für diese Leistungsgruppe fast 300 Euro höher bei 2.611 Euro monatlich.

Demografische Entwicklung im Berufsbild

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit erfasste 2020 in Deutschland 937.000 Fachkräfte im Bereich Fahrzeugführung im Straßenverkehr. Diese Zahl umfasst neben Berufskraftfahrenden auch Bus- sowie Kurierfahrer und -fahrerinnen und lag etwa 1 % unter dem Vorjahreswert.

Diese Berufe werden fast ausschließlich von Männern ausgeübt, deren Anteil 94 % beträgt. Ein erheblicher Teil dieser Arbeitskräfte wird in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden: Ein Drittel (33 %) war mindestens 55 Jahre alt. Demgegenüber ist die Zahl der Einsteiger unter 25 Jahren gering. Sie machten mit 33.400 Personen nur knapp 4 % der Gesamtzahl aus.

19.10.2021

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