Rosenkohl: Würzig, vielseitig und vitalstoffreich
Rosenkohl zählt zu den beliebtesten heimischen Winterkohlarten. Sein würzig-nussiges, leicht erdiges Aroma macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter. Er harmoniert nicht nur mit Fisch- und Fleischgerichten, sondern lässt sich auch zu Salaten verarbeiten, backen oder braten. Besonders in karamellisierter Form entfaltet Rosenkohl eine sanfte Seite. Neuere Züchtungen zeichnen sich zudem durch ein milderes, beinahe süßliches Aroma aus.
Geschmacklich passen Gewürze wie Thymian, Majoran und Kümmel gut zu Rosenkohl. Auch Curry oder frische Noten von Zitrone, Orange, Ingwer oder Zitronengras ergänzen sein Aroma. Rosenkohl ist reich an Vitamin C, Kalium, Zink, Vitamin K und Ballaststoffen, die zur Stärkung des Immunsystems in der kalten Jahreszeit beitragen. Beim Verzehr größerer Mengen kann es wie bei anderen Kohlsorten zu Blähungen kommen, wobei rötliche Sorten und Kalettes hier eine Ausnahme bilden können.
Beim Einkauf sollte auf saftig grüne, geschlossene und feste Röschen geachtet werden. Frischer Rosenkohl ist außen grün und innen hellgrün. Die Lagerung sollte kühl erfolgen, idealerweise im Kühlschrank, eingewickelt in ein feuchtes Geschirrtuch. Rosenkohl sollte innerhalb von drei bis vier Tagen verarbeitet werden. Für eine längere Haltbarkeit kann er blanchiert und eingefroren werden.
Zwiebel: Aromatische Basis in der Küche
Zwiebeln sind ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Gerichte und verleihen diesen eine besondere aromatische Note. Sie können roh in Salaten, in Suppen, Saucen oder Fonds, gegrillt, gedünstet oder gefüllt verwendet werden. Die Vielfalt reicht von roten und weißen Zwiebeln über klassische braune Speisezwiebeln bis hin zu Gemüsezwiebeln, Lauchzwiebeln und Schalotten.
Sommersorten werden im März ausgesät und sind von August bis Ende September erntereif. Winterzwiebeln, die im August ausgesät werden, sind ab Ende Juni des Folgejahres erhältlich. Winterzwiebeln sind geschmacklich milder und eignen sich gut für Marinaden, Salate und Saucen. Das beim Schneiden freigesetzte Allicin, das aus Alliin entsteht, kann Tränen verursachen.
Tipps zum Zwiebelschneiden
- Zwiebeln unter fließendem Wasser schneiden oder das Schneidebrett vorab wässern, um Reizgase zu binden.
- Zwiebeln vor der Verarbeitung für fünf bis zehn Minuten ins Gefrierfach legen und möglichst am offenen Fenster schneiden, ohne den Kopf über das Schneidebrett zu halten.
- Ein scharfes Messer verwenden, um weniger Zwiebelzellen zu verletzen und die Freisetzung von Reizgasen zu reduzieren.
Zwiebeln sind reich an Vitalstoffen und werden traditionell als Hausmittel eingesetzt. Beim Einkauf sollten Zwiebeln fest, trocken und glänzend sein. Eine raschelnde, lockere Schale deutet auf Frische hin. Triebe sind ein Zeichen für überlagerte Ware. Frühlingszwiebeln sollten ein kräftig-sattes Grün aufweisen.
Die Lagerung sollte luftig, dunkel und trocken erfolgen, um Keimung zu vermeiden. Tongefäße oder ein Keller eignen sich hierfür. Im Kühlschrank sind Zwiebeln nur bedingt haltbar, mit Ausnahme von roten Zwiebeln und Frühlingszwiebeln, die im Gemüsefach etwa eine Woche frisch bleiben. Angeschnittene Zwiebelhälften halten sich in Folie oder einer Dose verpackt ebenfalls einige Tage im Kühlschrank.
Möhre: Ein vielseitiges Wurzelgemüse
Möhren, auch bekannt als gelbe Rübe, Rüebli, Mohrrübe, Wurzel oder Karotte, sind dank ihrer guten Lagerfähigkeit ganzjährig verfügbar. Neben der bekannten orangefarbenen Variante gibt es sie auch in Gelb, Weiß, Rot und Violett. Von Mai bis in den Sommer sind süßliche Bundmöhren mit Blattwerk erhältlich. Ab Spätsommer kommen Waschmöhren in den Handel, die für den Verkauf gewaschen und ohne Blattgrün angeboten werden. Möhren gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland.
Ihr aromatisch-kräftiger und leicht süßlicher Geschmack macht sie zu einem vielseitigen Talent in der Küche. Sie können roh, gekocht, gebacken, gebraten oder gedünstet als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten, in Salaten, Suppen oder als Snack genossen werden. Möhren können mit oder ohne Schale verzehrt werden; bei der Zubereitung gilt, dass eine kürzere Kochzeit mehr Inhaltsstoffe erhält.
Möhren sind reich an Beta-Carotin, der Vorstufe von Vitamin A, das für das Sehvermögen wichtig ist. Zudem enthalten sie Vitamine der B-Gruppe (B1, B2, B6), Vitamin C und E sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen, die das Immunsystem stärken. Beim Einkauf ist auf eine intensive Farbe, eine knackig-feste Konsistenz und die Biegsamkeit zu achten. Das Möhrenkraut sollte saftig und grün aussehen.
Für die Lagerung zu Hause sollten Möhren aus der Plastikverpackung genommen und vom Blattgrün befreit werden. Anschließend in ein feuchtes Küchentuch einschlagen und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren; so halten sie sich ein bis zwei Wochen. Zum Einfrieren sollten Möhren etwa drei Minuten blanchiert und anschließend luftdicht verpackt werden.
