Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Neben naturnahen Wäldern, Gewässern und Mooren gehören zum Stiftungsbesitz der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zunehmend auch Landwirtschaftsflächen: 5.500 Hektar Acker, Wiesen und Weiden bewahrt die NABU-Stiftung bereits als artenreiche Kulturlandschaft.

Herbst in Grünhaus (Foto: NABU/Frauke Hennek)

Als Eigentümerin lässt die NABU-Stiftung ihre Acker- und Grünlandflächen von örtlichen Landwirtschaftsbetrieben extensiv bewirtschaften. Rund 430 Landwirte konnte sie inzwischen als Pächter gewinnen. Wichtige Partner sind dabei ökologisch wirtschaftende Betriebe. Sie sind häufig auf zusätzliche Pachtflächen angewiesen und können naturschutzfachliche Auflagen besonders wirkungsvoll umsetzen.

Mehr als 16.800 Hektar Land sichert die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe insgesamt für bedrohte Tier- und Pflanzenarten in Deutschland. Beim Landkauf ist die NABU-Stiftung stark von der Preisentwicklung auf dem Bodenmarkt abhängig. Die Kaufpreise für Agrarflächen sind in den vergangenen Jahren besonders deutlich gestiegen. Ein Grund liegt in den niedrigen Zinsen und der Suche von Investoren nach sicheren Geldanlagen. Aber auch Biogaserzeuger und Tierhalter brauchen immer mehr Flächen und lassen die Ackerpreise steigen. Das macht es für die NABU-Stiftung immer schwieriger, an bezahlbare Flächen für den Naturschutz zu kommen. 2015 gab sie mehr als 2,2 Mio. Euro für Flächenkäufe aus, die mit Unterstützung von privaten Spenden und Fördergeldern finanziert wurden.

In den kommenden Jahren wird die NABU-Stiftung auch trotz der steigenden Bodenpreise Agrarflächen erwerben. Denn vor allem Arten der Kulturlandschaft wie Feldlerche oder Kiebitz sind durch die immer intensivere Landnutzung stark bedroht.

Weiter Informationen zur NABU-Stiftung Nationales Naturerbe finden Sie im aktuellen Jahresbericht 2015 (siehe Link).

 

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