Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Heute am 8. September 2021 würdigt die Stiftung Naturschutz Berlin zum 34. Mal außerordentliche Leistungen für den Natur- und Umweltschutz. Mit dem Berliner Naturschutzpreis zeichnet sie Personen aus, die sich in besonderem Maß um Flora und Fauna der Hauptstadt verdient gemacht haben.

Gülcan Nitsch (Bild: Mehmet Wernerrait)

Jens Scharon (Bild: Stiftung Naturschutz Berlin / Sophie Bengelsdorf)

In diesem Jahr geht der Berliner Naturschutzpreis an Gülcan Nitsch und Jens Scharon. Die Veranstaltung findet per Live-Stream am 8. September 2021 aus dem historischen Wasserturm des Euref-Campus statt. Zur Preisverleihung ab 18 Uhr sprechen Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, sowie Stefan Tidow, Vorsitzender des Stiftungsrats und Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz. Die Laudationes halten Doris Nabrowsky, Preisträgerin des Naturschutzpreises 1991, und Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

Gewinnerin Kategorie Ehrenpreis: Gülcan Nitsch

Dolmetscherin für den Umweltschutz

Naturschutz und Integration – für Gülcan Nitsch gehört beides zusammen. Mit „Yeşil Çember“ gründete sie die bundesweit erste türkischsprachige Umweltgruppe. Dank ihres beeindruckenden Engagements ist „Yeşil Çember“ heute in 13 deutschen Städten aktiv, um Menschen für den ökologischen Wandel zu bewegen – mehrsprachig und niedrigschwellig. Mit interkulturellen Veranstaltungen und Schulungen holt Gülcan Nitsch die Menschen dort ab, wo sie sind: in Vereinen, Schulen oder auf Märkten. Sie veranstaltet deutsch-türkische Umwelttage, hat ein Schulungsprogramm für bildungsbenachteiligte Menschen entwickelt, sorgt für die Verbreitung von Wissen über nachhaltige Lebensstile in der türkischen Community und vieles mehr. So gelingt es ihr, auch diejenigen Gruppen für Umweltschutz zu begeistern, die sonst kaum erreicht werden: Migrant*innen. Frau Nitsch lebt und wirkt in Berlin, ihr Engagement reicht jedoch weit über die Stadt hinaus.

Videoporträt Gülcan Nitsch:1. Link

Gewinner Kategorie Ehrenpreis: Jens Scharon

Naturschützer mit Herz und Verstand

Berlinerinnen und Berliner, die sich für den Vogel-, Amphibien- und Reptilienschutz in der Stadt engagieren, kennen seinen Namen: Jens Scharon. Ob ehrenamtlich oder hauptberuflich, ob in den Baumwipfeln bei der Vogelberingung oder am Boden beim Bau von Amphibienschutzzäunen – Jens Scharons Arbeit ist geprägt von Leidenschaft und großem Fachwissen. Dieses Wissen gibt er in Publikationen, auf Exkursionen und in Vorträgen weiter. Als Referent für Natur- und Artenschutz beim NABU Berlin und als Mitinitiator des Berliner Naturschutztages gelingt es ihm seit Jahren, zahlreiche Menschen für den Naturschutz zu gewinnen und zu Mitstreitern zu machen. Besonders hervorzuheben ist seine Leistung bei der Entwicklung und Pflege des Biesenhorster Sandes: Jens Scharons Einsatz ist es zu verdanken, dass dieser Hotspot der Artenvielfalt auf einer ehemaligen Munitionsverdachtsfläche für die Berlinerinnen und Berliner erhalten blieb.

Videoporträt Jens Scharon: 2. Link

 

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